Zu Besuch bei Porsche in Leipzig

Eine Einladung nach Leipzig zur Besichtigung des Porsche-Werks inklusive Testfahrten, begleitet von Manfred Gotta, dem Namensgeber der Porschemodelle Cayenne und Panamera? Da musste man uns nicht zweimal bitten.

Von Hochzeiten und Taufen

Unser Tag bei Porsche begann mit einer Werksbesichtigung. Unser Guide: eine enthusiastische Mitarbeiterin, die den Porsche-Spirit schon ausgestrahlt hat. Gelernt haben wir, dass die Zusammenführung von Karosserie und Fahrgestell im Autobau als Hochzeit bezeichnet wird. Auf Grund dessen ist der Beziehungsstatus der Modelle Macan und Panamera „Single“, wenn der Bau der Fahrzeuge beginnt. Bei der Hochzeit dieser exklusiven Modelle waren wir live dabei und standen in der ersten Reihe. Nach der Hochzeit folgt dann die Taufe. Hierbei werden die Modellnamen „Macan“ und „Panamera“ manuell montiert. Sehr erstaunt waren wir über die Sauberkeit im Werk. Nicht ein einzelnes Staubkorn ist uns während der Besichtigung aufgefallen. Die Motivation hierfür: Die Sauberkeit des Werks ist an den Bonus der Mitarbeiter gekoppelt. Mitgenommen haben wir außerdem viele weitere interessante Fakten über Porsche, wie zum Beispiel, dass es keine matten Lackierungen gibt. Sollte einem ein matter Porsche auf der Straße begegnen, so weiß man sofort, dass es sich hierbei um eine Folierung handelt. Wenn einem wiederum ein Porsche mit gelben Bremssätteln begegnet, so handelt es sich hierbei um Keramikbremsen für satte 10.000 Euro.

Ab ins Gelände mit dem Porsche

Nach der Werksführung ging es nun endlich ab ins Gelände, in dem wir unser Geschick als Fahrer unter Beweis stellen konnten. In Zweiergruppen durften wir uns einen Porsche Cayenne aussuchen (leider nur für die einstündige Tour). Auf einem über 100 ha großen Off-Road-Gelände durchquerten wir, angeführt von einem „Instructor Car“, das uns Anweisungen über das Radio gab, 15 Testabschnitte. Sandbunker, steile Gebirgspfade, Wasserdurchfahrten, Schräghangbahnen mit 35 Grad Neigung oder Rampen mit 80 Prozent Steigung, kurz: Wir haben den Porsche Cayenne auf Herz und Nieren geprüft.

Adrenalin pur

Nach einer leckeren Stärkung im Porsche-eigenen Restaurant stand das Sektionstraining mit den Sportwagen der 911er-Reihe an. Kaum eingestiegen und den Motor gestartet, hatte uns das Porschefieber gepackt. Mit bis zu 100 km/h auf ein Ziel zuzusteuern, adhoc zum Stehen zu kommen und während einer Vollbremsung einem Hindernis auszuweichen und dabei die Kontrolle über das Auto zu behalten, weckte den Ehrgeiz in vielen von uns. Nach ein paar Runden wurden wir mutiger und haben ein sehr gutes Fahrgefühl für die Autos entwickelt.

Dies half uns bei der nächsten Übung, die es in sich hatte: driften! Mit mindestens 70 km/h auf der nassen Fahrbahn in die scharfe Linkskurve und die Kontrolle über das Fahrzeug behalten. Dabei wurde man ordentlich durchgeschleudert, und als Beifahrer war für viele nach einer Runde Schluss.

Nach so viel Training waren wir fit für den Höhepunkt des Tages: die Rennstrecke. Mit verschiedenen 911er-Modellen düsten wir über die FIA-zertifizierte Rundstrecke, die die Nachbauten vieler berühmter Rennstreckenabschnitte vereint, wie z.B. das Suzuka-S, den Victoria Turn aus Rio de Janeiro, die Parabolica aus Monza und den Loews aus Monaco.

Es war ein einzigartiges Erlebnis! Tausend Dank an die Organisation der TOP 100!

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