Automatisierungsaufgabe, Projektinhalte und Betriebsfolgen vor der Umsetzung klären

SAP Intelligent RPA: Bestand prüfen und SAP-Build-Übergang planen

SAP Intelligent RPA ist ein älterer Produktbegriff; der aktuelle Weiterentwicklungspfad führt zu SAP Build Process Automation.

  • 01Geschäftsaufgabe, Ausnahmen und erwartetes Ergebnis festlegen
  • 02Vorhandene Projektarten und aktuell unterstützte Übergangswege prüfen
  • 03Berechtigungen, Tests, Betriebsfolgen und Übergabe ausdrücklich vereinbaren
11+Jahre Erfahrung
120+Mitarbeitende
540+Projekte
ISO 27001zertifiziert

Was vor einer neuen Automatisierung oder Migration feststehen muss

SAP Build Process Automation verbindet Fähigkeiten aus dem früheren SAP Intelligent RPA und Workflow Management. Für ein konkretes Vorhaben sind der vorhandene Projektbestand, tatsächliche Prozessvarianten und unterstützte Anbindungen entscheidend. Desktop-Studio-Inhalte, Cloud-Studio-Projekte und andere vorhandene Bestandteile dürfen nicht als identischer Migrationsfall behandelt werden.

Die Herstellerdokumentation beschreibt unterschiedliche Übergangsmöglichkeiten. Für die spezifische In-place-Migration nennt SAP Voraussetzungen zu Rolle, Projektinhalten und bestehenden Integrationen. Während des dokumentierten Übergangs arbeiten Trigger und Jobs nicht; Tenant und zugeordnete Agenten stehen zeitweise nicht zur Verfügung. SAP bezeichnet diesen Weg als nicht rückgängig zu machen. Prüfen Sie deshalb zuerst den tatsächlichen Bestand, die aktuelle Dokumentation, Vertragsbedingungen und zulässige Betriebsunterbrechung. Eine allgemein zugesagte nahtlose Migration wäre dafür keine belastbare Grundlage.

Ein Auftrag kann Prozess- und Bestandsanalyse, einen Vergleich geeigneter Umsetzungs- oder Übergangswege, die ausgewählte Umsetzung und Tests sowie eine vereinbarte Betriebsübergabe umfassen. Ihre Organisation stellt Prozessverantwortliche, System- und Projektinformationen, zulässige Zugriffe und geeignete Testfälle bereit. Benötigte Herstellerlizenzen, Änderungen an produktiven Systemen, Betriebsfenster und laufende Unterstützung werden gesondert festgelegt. Eine pauschale Produkt- oder Compliance-Freigabe ist kein Ergebnis einer ersten Eignungsprüfung.

Den Übergangsweg vor dem Betriebsfenster bestätigen: Eine Bestandsbewertung startet keine Migration. Freigaben, technische Voraussetzungen und Folgen müssen für den konkreten Tenant geprüft sein. Für einen als unumkehrbar dokumentierten Weg darf keine nicht nachgewiesene Rückkehrmöglichkeit zugesagt werden.

6 Leistungsbausteine

SAP-Automatisierung bewerten, umsetzen und nachvollziehbar übergeben

01

Prozess- und Bestandsanalyse

Wir prüfen Geschäftsziel, Varianten, Ausnahmen und vorhandene Projektinhalte. Das Ergebnis beschreibt geeignete Aufgaben, Voraussetzungen und Gründe, einen Fall zunächst zurückzustellen.

  • Prozessverantwortung, Eingaben und erwartetes Ergebnis festhalten
  • Projektarten, Abhängigkeiten und aktuelle Betriebsanforderungen erfassen
  • Automatisierung mit geeigneten Schnittstellen- oder Prozessalternativen vergleichen
02

Ausgewählte Automatisierung und Fachtests

Die vereinbarte Umsetzung wird für den bestätigten System- und Produktstand entwickelt oder angepasst. Nachweise zeigen fachliche Ergebnisse und die Behandlung ausgewählter Fehlerfälle.

  • Anbindungen und benötigte Agenten gegen den tatsächlichen Stand prüfen
  • Berechtigte Zugriffe und Testdaten ausdrücklich abstimmen
  • Normale Fälle, Ausnahmen und Wiederholung mit erwarteten Ergebnissen prüfen
03

Risiken, Freigaben und Governance

Zuständigkeit, zulässige Datenverwendung und Freigaben werden für die konkrete Automatisierung geklärt. Bei eingesetzten KI-Funktionen wird der erforderliche zusätzliche Prüfbedarf sichtbar gemacht.

  • Entscheidungsbefugnisse und notwendige Fachfunktionen benennen
  • Berechtigungen, Nachvollziehbarkeit und Änderungsfreigaben beschreiben
  • Offene regulatorische oder fachliche Fragen als Prüfpunkte dokumentieren
04

Systemintegration und Übergangsplanung

Für einen Übergang vergleichen wir den tatsächlichen Bestand mit den dokumentierten Herstellerwegen. Voraussetzungen, Betriebsfolgen und nicht bestätigte Annahmen fließen in die Entscheidung ein.

  • Projektarten und Inhalte auf Eignung für den gewählten Weg prüfen
  • Vertrag, Zielumgebung, Integrationen und Agenten berücksichtigen
  • Betriebsfenster, Freigabe und dokumentierte Grenzen des Wegs abstimmen
05

Einführung und Befähigung

Verantwortliche Nutzer und Betriebsteams erhalten die für ihre Aufgaben erforderlichen Informationen. Die Übergabe wird an konkreten Geschäfts- und Fehlerfällen nachvollzogen.

  • Ausführung, Ausnahmebearbeitung und Eskalation erklären
  • Erwartete Ergebnisse und Grenzen des automatisierten Ablaufs festhalten
  • Übernahme durch benannte Rollen und offene Restpunkte bestätigen
06

Betrieb und kontrollierte Änderungen

Ein vereinbarter Betriebsumfang legt Überwachung, Störungsbearbeitung und Anpassungen fest. Verfügbarkeit und Unterstützung werden am tatsächlichen Auftrag ausgerichtet.

  • Überwachungsdaten, Verantwortliche und Meldewege festlegen
  • Änderungen an Prozess, System und Automatisierung koordiniert prüfen
  • Wiederholbare Regressionstests und Abschlussnachweise vereinbaren

Beispiel: Vier Prüfungen vor einem SAP-iRPA-Übergang

Die eigene illustrative Arbeitsmatrix unterstützt eine Bewertung. Sie bedient keinen Tenant und gibt keine Migration frei. Prüfen Sie die aktuelle SAP-Dokumentation und den tatsächlichen Projektbestand, bevor Sie einen Weg entscheiden.

Ausgefüllte Übergangsmatrix. Auf kleinen Bildschirmen lässt sich die Tabelle horizontal verschieben.
BestandsbefundBedeutung für die EntscheidungBenötigtes ErgebnisAbschlussprüfung
Eine Cloud-Studio-Automatisierung ist für das Ziel vorgesehenProjektmerkmale und Unterstützung im Ziel müssen geprüft werdenAbgegrenzte Projektbewertung und geeignete fachliche TestfälleDer gewählte Weg ist für den tatsächlichen Inhalt bestätigt; Tests prüfen vereinbarte Ergebnisse
Ein Projekt enthält Desktop-Studio-PaketeDie dokumentierte Voraussetzung des spezifischen In-place-Wegs ist damit nicht erfülltBewertung einer Anpassung oder eines anderen unterstützten ÜbergangsEin geeigneter Weg für die Projektart ist belegt, bevor die Umstellung terminiert wird
Prozessartefakte, Wartungsinhalte oder betriebliche Integrationen sind vorhandenDer aktuelle Tenant kann Voraussetzungen des gewählten Wegs verfehlenAusdrückliches Verzeichnis der Voraussetzungen und Abhängigkeiten mit VerantwortlichenBlockierende Bedingungen sind gelöst oder der Weg wird zurückgestellt; Annahmen bleiben sichtbar
Jobs und Agenten werden während des vorgesehenen Fensters benötigtDer dokumentierte In-place-Übergang beeinflusst Ausführung und VerfügbarkeitFachlich genehmigter Betriebsplan mit den tatsächlichen Grenzen des WegsFreigaben sowie mögliche Ersatz- oder Wiederherstellungsverfahren sind soweit durchführbar geprüft; die Unumkehrbarkeit ist ausdrücklich verstanden

5 Phasen

Vom tatsächlichen Bestand zu einer begründeten Automatisierungsentscheidung

Das Vorgehen verbindet die Geschäftsaufgabe mit unterstütztem Produktstand, überprüfbaren Ergebnissen und einer ausdrücklichen Betriebsfreigabe.

  1. Aufgabe abgrenzen

    Prozess, Varianten, Systeme und Verantwortliche erfassen.

    bestätigter Anwendungsfall und Prüfgrenzen.

  2. Bestand und Wege bewerten

    Inhalte, Voraussetzungen und Alternativen prüfen.

    begründete Auswahl oder dokumentierte Zurückstellung.

  3. Ausgewählte Lösung vorbereiten

    Zugriffe, Daten, Tests und Betriebsbedingungen abstimmen.

    umsetzbarer Arbeits- und Prüfplan.

  4. Umsetzen und testen

    Fachliche Ergebnisse, Ausnahmen und zulässige Übergaben prüfen.

    Testnachweise und offene Befunde.

  5. Übergeben und freigeben

    Verantwortung, Betriebsfolgen und Änderungen bestätigen.

    abgestimmte Übergabe; produktive Eingriffe bleiben ausdrücklich freizugeben.

Asan Stefanski

Ansprechpartner

Asan Stefanski

Head of Digital Transformation

11+ Jahre Erfahrung, Studium Angewandte Informatik, Strategische Planung und Leitung von KI-Projekten, Cyber Security, Secure Software Development, AI

SAP Intelligent RPA ist mehr als nur Automatisierung – es ist die strategische Weiterentwicklung Ihrer SAP-Investition. Unsere Kunden profitieren von einer durchdachten Integration, die SAP-Stabilität mit innovativer Automatisierung verbindet und dabei regulatorische Anforderungen nahtlos erfüllt. So schaffen wir nachhaltigen Mehrwert in komplexen Enterprise-Umgebungen.
Expertenmeinung von ADVISORI

6 FRAGEN, KURZ BEANTWORTET

Häufig gestellte Fragen zu SAP Intelligent Robotic Process Automation

Welche Voraussetzungen sollte eine SAP-Automatisierungsbewertung prüfen?

Erfassen Sie die tatsächlichen SAP- und Zielanwendungen, Schnittstellen-, Agenten- und Betriebssystemstände, Subskriptionen, Berechtigungen und Netzbedingungen. Unterscheiden Sie interaktive und unbeaufsichtigte Ausführung und legen Sie geeignete fachliche Tests fest. Vorhandene Inhalte benötigen zusätzlich eine Bestandsaufnahme der Projektarten. Prüfen Sie aktuelle SAP-Anforderungen für den gewählten Weg; die Nennung von ECC, S/4HANA, GUI oder Fiori bestätigt allein keine Kompatibilität einer bestimmten Automatisierung.

Können alle vorhandenen iRPA-Projekte unverändert wechseln?

Aus dem Produktnamen folgt keine allgemeine Zusage. Erfassen Sie Projektarten, Artefakte, Integrationen und Agenten und prüfen Sie den gewählten Weg gegen aktuelle SAP-Hinweise. Inhalte können Anpassung oder einen anderen Weg benötigen. Belegen Sie die vorgesehene Geschäftsaufgabe und relevante Ausnahmen im Ziel, bevor der Übergang abgenommen wird.

Welche Folgen für den Betrieb sind zu beachten?

Entscheidend ist der gewählte Weg. Die von SAP dokumentierte In-place-Migration hat Voraussetzungen und kann während des Übergangs die Jobausführung sowie Tenant- und Agentenverfügbarkeit unterbrechen. SAP erklärt diesen Weg außerdem als nicht rückgängig zu machen. Legen Sie vor Freigabe ein geeignetes Betriebsfenster und zum konkreten Weg passende Ersatzverfahren fest; eine allgemeine Rückkehrmöglichkeit darf nicht vorausgesetzt werden.

Wie sollten Pilot oder Übergang abgenommen werden?

Verwenden Sie vereinbarte Geschäftseingaben und erwartete Ergebnisse, repräsentative Ausnahmen, wiederholte Ausführung und benötigte Anbindungen. Prüfen Sie Berechtigung, Überwachung, Störungszuständigkeit und Wartungsaufgaben bei der Übergabe. Ein importiertes Projekt oder eine erfolgreiche Demonstration allein belegt nicht den vollständigen Betriebsumfang. Halten Sie geprüfte Fälle und verbleibende Grenzen fest.

Wovon hängen Kosten und Umfang der SAP-Automatisierung ab?

Relevant sind Prozesskomplexität, Projekteigenschaften, Plattformvoraussetzungen, Anbindungen, Tests sowie die vereinbarte Betriebs- oder Unterstützungsrolle. Trennen Sie Bewertung, Umsetzung, Übergang und laufenden Betrieb im Angebot. Subskriptionen und Herstellerberechtigungen müssen für die tatsächliche Umgebung geprüft werden. Aus der Beispielmatrix folgen weder feste Laufzeiten noch zugesagte Einsparungen.

Wie unterscheiden sich Attended und Unattended Automation?

Bei Attended Automation ist eine Mitwirkung des Nutzers vorgesehen. Unattended Automation kann ohne dessen Eingriff ablaufen. Daraus folgen unterschiedliche Anforderungen an Ausführung, Berechtigung, Fehlerbearbeitung und Betrieb. Prüfen Sie die aktuell benötigten Agenten, unterstützten Funktionen und Herstellerberechtigungen für das gewählte Modell. Eine Automatisierung ohne Nutzereingriff benötigt weiterhin eine verantwortliche Stelle für Freigabe, Überwachung und Störungen.