Strategische Analyse und strukturierte Umsetzung für MiFID-Compliance

MiFID Gap-Analyse & Roadmap

Eine fundierte Gap-Analyse und strategische Roadmap sind entscheidend für eine effiziente und nachhaltige MiFID II-Implementierung.

  • 01Systematische Identifikation aller regulatorischen Lücken und Handlungsbedarfe
  • 02Priorisierte und ressourcenoptimierte Implementierungsstrategie
  • 03Klare Meilensteine und Verantwortlichkeiten für den gesamten Umsetzungsprozess
  • 04Strategische Integration der MiFID-Anforderungen in bestehende Geschäftsprozesse
11+Jahre Erfahrung
120+Mitarbeitende
540+Projekte
ISO 27001zertifiziert

MiFID Gap-Analyse & Compliance-Roadmap

Die MiFID II und MiFIR II stellen Wertpapierdienstleister vor umfassende Anforderungen in den Bereichen Anlegerschutz, Transparenz, Handelsausführung und Berichterstattung. Eine fundierte Gap-Analyse identifiziert systematisch, wo Ihre bestehenden Prozesse und Systeme von den regulatorischen Anforderungen abweichen. Die darauf aufbauende Compliance-Roadmap priorisiert den Handlungsbedarf nach Kritikalität und Umsetzungskomplexität.

Unser Leistungsangebot umfasst eine umfassende Gap-Analyse und die Entwicklung einer maßgeschneiderten Implementierungsroadmap für Ihre MiFID II-Compliance. Wir bieten einen strukturierten Ansatz, der regulatorische Anforderungen mit geschäftlichen Zielen in Einklang bringt.

2 Leistungsbausteine

Leistungsumfang

01

Umfassende MiFID II-Gap-Analyse

Wir führen eine detaillierte Analyse Ihrer aktuellen Prozesse, Systeme und Governance-Strukturen durch und identifizieren systematisch alle Lücken in Bezug auf die MiFID II-Anforderungen.

  • Detaillierte Bewertung aller relevanten MiFID II-Anforderungen und deren Implikationen
  • Systematische Analyse von Prozessen, Systemen, Dokumentation und Governance
  • Identifikation und Priorisierung von Compliance-Lücken nach Kritikalität und Komplexität
  • Detaillierte Dokumentation der Ergebnisse mit konkreten Handlungsempfehlungen
02

Strategische MiFID II-Implementierungsroadmap

Auf Basis der Gap-Analyse entwickeln wir eine maßgeschneiderte Implementierungsroadmap, die einen strukturierten und effizienten Weg zur MiFID II-Compliance aufzeigt.

  • Entwicklung einer priorisierten Maßnahmenliste mit klaren Abhängigkeiten und Zeitplänen
  • Definition konkreter Meilensteine und Key Performance Indicators (KPIs)
  • Ressourcenplanung und Budgetschätzungen für die einzelnen Implementierungsphasen
  • Entwicklung eines Monitoring-Frameworks zur kontinuierlichen Fortschrittskontrolle

5 Phasen

Unser Vorgehen

Wir verfolgen einen strukturierten und bewährten Ansatz bei der Durchführung der MiFID II-Gap-Analyse und der Entwicklung einer maßgeschneiderten Implementierungsroadmap.

  1. Initiale Scoping-Phase zur Definition des Analysespektrums und der relevanten MiFID II-Anforderungen

  2. Durchführung einer umfassenden Ist-Analyse durch Workshops, Interviews und Dokumentenprüfung

  3. Systematische Gap-Identifikation und Bewertung des Handlungsbedarfs nach Dringlichkeit und Komplexität

  4. Entwicklung einer detaillierten Implementierungsroadmap mit konkreten Maßnahmen und Meilensteinen

  5. Validierung und Abstimmung der Roadmap mit allen relevanten Stakeholdern zur Sicherstellung der Umsetzbarkeit

Ansprechpartner

Melanie Düring

Head of Risikomanagement

Eine präzise Gap-Analyse und strategische Roadmap sind entscheidend für den Erfolg jeder MiFID II-Implementierung. Unsere Erfahrung zeigt, dass Unternehmen, die in diese Vorbereitungsphase investieren, nicht nur eine reibungslosere Implementierung erfahren, sondern auch signifikante Effizienzgewinne und Wettbewerbsvorteile realisieren können.
Expertenmeinung von ADVISORI

Unsere Stärken

  • 01Umfassende Expertise in allen Aspekten der MiFID II-Regulierung und deren praktischer Umsetzung
  • 02Bewährte Methodik zur systematischen Identifikation und Bewertung von Compliance-Lücken
  • 03Pragmatischer Ansatz mit Fokus auf Umsetzbarkeit und Wertschöpfung
  • 04Umfangreiche Erfahrung in der erfolgreichen Implementierung von MiFID II-Projekten verschiedener Größenordnungen

Expertentipp

Eine erfolgreiche MiFID II-Implementation beginnt mit einer präzisen Gap-Analyse, die nicht nur formale Compliance-Aspekte berücksichtigt, sondern auch Chancen zur Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung identifiziert. Durch die Integration regulatorischer Anforderungen in Ihre Geschäftsstrategie können signifikante Synergien realisiert werden.

7 FRAGEN, KURZ BEANTWORTET

Häufig gestellte Fragen zu MiFID Gap-Analyse & Roadmap

Was umfasst eine MiFID-II-Gap-Analyse und welche Bereiche werden geprüft?

Eine MiFID-II-Gap-Analyse ist ein strukturierter Soll-Ist-Vergleich, der alle regulatorisch relevanten Bereiche Ihres Instituts gegen die Anforderungen der MiFID II, MiFIR und der zugehörigen delegierten Rechtsakte prüft.

Die Analyse umfasst folgende Kernbereiche:

• Anlegerschutz und Geeignetheitsprüfung: Prüfung der Prozesse zur Kundenklassifizierung, Geeignetheits- und Angemessenheitsprüfung sowie Kostentransparenz gemäß §§ 63 ff. WpHG
• Product Governance: Bewertung der Zielmarktdefinition, Produktüberwachung und Vertriebssteuerung nach den ESMA-Leitlinien
• Best Execution: Analyse der Ausführungsgrundsätze, Handelsplatzanbindung und Qualitätsüberwachung
• Transaktionsreporting: Überprüfung der Meldepflichten nach Art. 26 MiFIR und der zugehörigen RTS-Anforderungen
• Governance und Organisationsstruktur: Bewertung der Compliance-Funktion, internen Kontrollen und Eskalationswege
• IT-Systeme und Datenqualität: Prüfung der technischen Infrastruktur für Reporting, Dokumentation und Überwachung

Das Ergebnis ist ein detaillierter Gap-Report mit priorisierten Handlungsempfehlungen, der als Grundlage für die Roadmap-Entwicklung dient.

Wie wird aus den Ergebnissen der Gap-Analyse eine priorisierte Compliance-Roadmap entwickelt?

Die Roadmap-Entwicklung folgt einem systematischen Prozess, der regulatorische Dringlichkeit, Umsetzungskomplexität und verfügbare Ressourcen berücksichtigt.

Der Prozess umfasst vier Schritte:

1. Priorisierung nach Kritikalität: Jede identifizierte Lücke wird nach regulatorischem Risiko (Bußgeld, Aufsichtsmaßnahmen), Auswirkung auf Geschäftsprozesse und Abhängigkeiten zu anderen Maßnahmen bewertet.

2. Phasenplanung: Die Maßnahmen werden in aufeinander aufbauende Implementierungsphasen gegliedert, von Quick Wins (sofort umsetzbar) über mittelfristige Anpassungen bis zu langfristigen Systemtransformationen.

3. Ressourcen- und Budgetplanung: Für jede Phase werden benötigte Kapazitäten, externe Unterstützung und Investitionen kalkuliert. Synergien mit laufenden Projekten (etwa DORA, DSGVO oder MiFIR-II-Anpassungen) werden gezielt genutzt.

4. Meilensteine und KPIs: Für jede Maßnahme werden messbare Zwischenziele, Verantwortlichkeiten und Kontrollpunkte definiert. Ein Monitoring-Framework sichert die Fortschrittskontrolle ab.

Die Roadmap wird mit dem Vorstand und der Compliance-Funktion abgestimmt und regelmäßig an veränderte regulatorische Rahmenbedingungen angepasst.

Welche regulatorischen Änderungen durch MiFIR II müssen in der Gap-Analyse berücksichtigt werden?

Die im März 2024 verabschiedete MiFIR-II-Verordnung bringt wesentliche Änderungen, die bei jeder aktuellen Gap-Analyse berücksichtigt werden müssen.

Die wichtigsten Neuerungen:

• Consolidated Tape Provider (CTP): Einführung eines europäischen Consolidated Tape für Aktien und Anleihen. Institute müssen prüfen, ob ihre Datenanbindung und Handelsausführung darauf vorbereitet sind.
• Erweitertes Transparenzregime: Verschärfte Vor- und Nachhandelstransparenz für Anleihen und Derivate. Bestehende Ausnahmeregelungen (Waivers) werden eingeschränkt.
• Reporting-Änderungen: Anpassungen bei den Transaktionsmeldungen und neue Anforderungen an die Datenqualität.
• Verbot von Payment for Order Flow (PFOF): Artikel 39a MiFIR untersagt Wertpapierfirmen PFOF bei Aufträgen von Privatkunden und auf Antrag professionellen Kunden. Die befristete nationale Ausnahme für bestimmte inländische Kundenbeziehungen endete am 30. Juni 2026. Prüfen Sie deshalb Vergütungsvereinbarungen, Orderrouting und Kundenklassifizierung gegen das geltende Verbot. Quelle: ESMA, Artikel 39a MiFIR.
• Designated Publishing Entity: Neue Veröffentlichungspflichten für OTC-Geschäfte.

Eine aktuelle Gap-Analyse muss diese Änderungen einbeziehen und die Roadmap entsprechend priorisieren, da für einige Anforderungen enge Umsetzungsfristen gelten.

Wie unterscheidet sich die Gap-Analyse für verschiedene Wertpapierdienstleister?

Der Umfang und Schwerpunkt einer MiFID-Gap-Analyse variiert erheblich je nach Geschäftsmodell und Erlaubnisumfang des Instituts.

Typische Unterschiede:

• Universalbanken mit Wertpapiergeschäft: Breites Analysespektrum über alle MiFID-Bereiche, besonderer Fokus auf Zusammenspiel mit CRR/CRD-Anforderungen und Integration in bestehende Compliance-Strukturen.
• Wertpapierhandelsbanken: Schwerpunkt auf Best Execution, Transaktionsreporting, algorithmischer Handel und Marktstrukturanforderungen.
• Vermögensverwaltungen und Private Banking: Fokus auf Geeignetheitsprüfung, Kostentransparenz, Zuwendungsregime und erweiterte Dokumentationspflichten.
• Fondsgesellschaften und KVGen: Product-Governance-Anforderungen, Vertriebssteuerung und Zielmarktdefinition stehen im Vordergrund.
• Wertpapierinstitute nach WpIG: Spezifische Anforderungen aus dem WpIG müssen zusätzlich berücksichtigt werden.

Wir passen den Analyserahmen an Ihr konkretes Geschäftsmodell, Ihre Kundenstruktur und Ihren Erlaubnisumfang an, um Relevanz und Effizienz der Gap-Analyse sicherzustellen.

Welche typischen Compliance-Lücken werden bei MiFID-Gap-Analysen häufig identifiziert?

Aus unserer Projekterfahrung treten bestimmte Compliance-Lücken branchenübergreifend besonders häufig auf.

Die häufigsten Gaps:

• Geeignetheitsprüfung: Unvollständige Erfassung der Nachhaltigkeitspräferenzen (ESG-Integration seit August 2022), lückenhafte Dokumentation der Beratungsgespräche, fehlende regelmäßige Aktualisierung der Kundendaten.
• Kostentransparenz: Unzureichende Ex-ante- und Ex-post-Kostenaufstellungen, fehlende Berücksichtigung von Drittkosten oder impliziten Transaktionskosten.
• Product Governance: Unklare Zielmarktdefinition, mangelnde Rückkopplung zwischen Produktherstellern und Vertrieb, fehlende regelmäßige Produktüberprüfung.
• Transaktionsreporting: Datenqualitätsprobleme bei Meldungen nach Art. 26 MiFIR, fehlende Abgleich- und Korrekturprozesse.
• Best-Execution-Überwachung: Fehlende systematische Qualitätsanalyse der Ausführungsplätze, veraltete Ausführungsgrundsätze.
• Governance: Unzureichende Ressourcen in der Compliance-Funktion, fehlende formalisierte Eskalationswege.

Die Gap-Analyse deckt diese Schwachstellen auf und quantifiziert den Handlungsbedarf, sodass Ressourcen gezielt eingesetzt werden können.

Wie lange dauert eine MiFID-Gap-Analyse und wie läuft der Prozess ab?

Die Dauer hängt vom Umfang des Geschäftsmodells und der Komplexität der bestehenden Prozesslandschaft ab. Typische Projektlaufzeiten:

• Fokussierte Gap-Analyse (einzelne Themenbereiche): 4 bis 6 Wochen
• Umfassende Gap-Analyse (alle MiFID-Bereiche): 8 bis 12 Wochen
• Gap-Analyse mit Roadmap-Entwicklung: 10 bis 16 Wochen

Der Prozess gliedert sich in fünf Phasen:

1. Scoping und Kick-off (Woche 1‑2): Definition des Analyseumfangs, Identifikation der relevanten Geschäftsbereiche und Ansprechpartner, Bereitstellung der Dokumentenbasis.

2. Dokumentenanalyse und Interviews (Woche 3‑6): Auswertung interner Richtlinien, Prozessdokumentationen und IT-Systemlandschaft. Durchführung strukturierter Interviews mit Fachbereichen, Compliance und IT.

3. Gap-Identifikation und Bewertung (Woche 5‑8): Systematischer Abgleich der Ist-Situation gegen die regulatorischen Anforderungen. Bewertung jeder Lücke nach Kritikalität und Komplexität.

4. Roadmap-Entwicklung (Woche 7‑12): Priorisierung der Maßnahmen, Phasenplanung, Ressourcenkalkulation und Definition von Meilensteinen.

5. Ergebnispräsentation und Abstimmung (Woche 11‑16): Vorstellung der Ergebnisse vor Vorstand und Aufsichtsorgan, Abstimmung der Roadmap und Festlegung der nächsten Schritte.

Wie können Synergien mit anderen regulatorischen Initiativen bei der Roadmap genutzt werden?

Eine effektive MiFID-Compliance-Roadmap nutzt gezielt Überschneidungen mit parallelen regulatorischen Anforderungen, um Doppelarbeit zu vermeiden und Kosten zu senken.

Wichtige Synergiebereiche:

• MiFIR II und EMIR Refit: Gemeinsame Anforderungen an Transaktionsreporting, Datenqualität und Meldewesen. Eine integrierte Reporting-Infrastruktur bedient beide Regelwerke.
• DORA (Digital Operational Resilience Act): Überschneidungen bei IT-Governance, Drittparteien-Management und Incident-Reporting. Die IT-Systemanalyse der MiFID-Gap-Analyse liefert wertvolle Inputs für die DORA-Compliance.
• DSGVO und Datenschutz: Gemeinsame Anforderungen an Datenhaltung, Löschkonzepte und Auskunftsrechte. Kundendatenprozesse können regulierungsübergreifend optimiert werden.
• ESG-Regulierung (SFDR, Taxonomie): Die ESG-Integration in die Geeignetheitsprüfung verbindet MiFID-Anforderungen mit Nachhaltigkeitsregulierung.
• CRR/CRD und WpIG: Organisatorische und Governance-Anforderungen überschneiden sich mit den MiFID-Anforderungen an die Aufbauorganisation.

Unsere Roadmap identifiziert diese Synergien explizit und schlägt integrierte Umsetzungsworkstreams vor, die mehrere regulatorische Anforderungen gleichzeitig adressieren.