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NSFR, FRTB, SA-CCR und MREL/TLAC: Regulatorische Umsetzung aus einer Hand

CRR-2

Die CRR II (Verordnung (EU) 2019/876) setzt zentrale Basel-III-Reformen in EU-Recht um: verbindliche NSFR, Überarbeiteter Standardansatz für Gegenparteiausfallrisiko (SA-CCR), FRTB-Meldepflichten und MREL/TLAC-Anforderungen. ADVISORI unterstützt Kreditinstitute bei der vollständigen Umsetzung aller CRR-II-Anforderungen — von der Gap-Analyse bis zur aufsichtskonformen Implementierung.

  • ✓NSFR-Berechnung und Steuerung gemäß Art. 428a§428ai CRR II
  • ✓SA-CCR-Implementierung als neuer Standardansatz für Derivate-Gegenparteirisiko
  • ✓FRTB-Meldepflichten und Abgrenzung Handels-/Anlagebuch
  • ✓MREL/TLAC-Erfüllung und Leverage-Ratio-Puffer für G-SII

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Was regelt die CRR II (Verordnung 2019/876)?

Unsere KI-Expertise

  • Führende Expertise in KI-gestützter Finanzregulierung und EU AI Act-Compliance
  • Bewährte RegTech-Lösungen für automatisierte CRR-2-Compliance
  • Ganzheitlicher Ansatz von KI-Strategie bis zur operativen Umsetzung
  • Sichere und konforme KI-Implementierung mit maximalem IP-Schutz
⚠

Umsetzungsstatus CRR II

Die wesentlichen CRR-II-Anforderungen sind seit dem 28. Juni 2021 verbindlich anzuwenden, darunter die NSFR, die Leverage Ratio und die SA-CCR-Berechnung. FRTB-Meldepflichten gelten seit Januar 2023. Institute sollten ihre Umsetzung regelmäßig gegen aktuelle EBA-Leitlinien und BaFin-Rundschreiben prüfen.

ADVISORI in Zahlen

11+

Jahre Erfahrung

120+

Mitarbeiter

520+

Projekte

Wir verbinden tiefgreifende regulatorische Expertise mit praxiserprobten Implementierungsmethoden. Unsere Berater kennen die CRR-II-Anforderungen im Detail — von der NSFR-Kalibrierung über SA-CCR-Berechnungen bis zur MREL-Planung — und setzen diese in Ihren bestehenden IT- und Prozesslandschaften um.

Unser Ansatz zur CRR-II-Umsetzung

1
Phase 1

Gap-Analyse: Systematischer Abgleich Ihrer Prozesse, Systeme und Datenqualität gegen CRR-II-Anforderungen

2
Phase 2

Fachkonzeption: Detaillierte Spezifikation für NSFR-Berechnung, SA-CCR-Modellierung und FRTB-Meldewesen

3
Phase 3

IT-Implementierung: Anpassung von Risikoberechnungssystemen, Meldewesen-Software und Datenarchitektur

4
Phase 4

Validierung und Testing: Plausibilitätsprüfungen, Parallellauf und aufsichtskonforme Dokumentation

5
Phase 5

Laufende Betreuung: Monitoring regulatorischer änderungen, EBA-RTS-Updates und BaFin-Anforderungen

"CRR-2 markiert einen Wendepunkt in der europäischen Bankenregulierung und bietet die einmalige Chance zur intelligenten Transformation. Unsere KI-gestützten Compliance-Lösungen ermöglichen es Instituten, regulatorische Anforderungen nicht nur zu erfüllen, sondern als Katalysator für operative Exzellenz und nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu nutzen, während gleichzeitig höchste Sicherheitsstandards und umfassender IP-Schutz gewährleistet werden."
Melanie Düring

Melanie Düring

Head of Risikomanagement

Unsere Dienstleistungen

Wir bieten Ihnen maßgeschneiderte Lösungen für Ihre digitale Transformation

KI-basierte CRR-2-Readiness und strategische Transformationsplanung

Wir nutzen fortschrittliche KI-Algorithmen zur umfassenden Bewertung Ihrer CRR-2-Compliance-Situation und entwickeln datengetriebene Transformationsstrategien für nachhaltigen Erfolg.

  • Machine Learning-basierte Gap-Analyse zu allen CRR-2-Anforderungsbereichen
  • KI-gestützte Auswirkungsanalyse auf Geschäftsmodell und strategische Ziele
  • Automatisierte Entwicklung priorisierter Transformationsroadmaps
  • Intelligente Kosten-Nutzen-Optimierung für CRR-2-Compliance-Investitionen

Intelligente Kapitalsteuerung und erweiterte Anforderungserfüllung

Unsere KI-Plattformen optimieren Ihre Kapitalallokation unter den erweiterten CRR-2-Anforderungen und schaffen strategische Wettbewerbsvorteile.

  • Machine Learning-optimierte Eigenkapitalsteuerung und dynamische Allokation
  • KI-gestützte Kapitalplanung mit erweiterten Stresstesting-Modellen
  • Automatisierte RWA-Optimierung mit kontinuierlichem Real-time-Monitoring
  • Intelligente Management-Dashboards für strategische Kapitalentscheidungen

KI-gestütztes Liquiditätsmanagement und erweiterte Risikosteuerung

Wir implementieren intelligente Liquiditäts- und Risikomanagement-Systeme, die CRR-2-Anforderungen proaktiv überwachen und optimieren.

  • Automatisierte Liquiditätskennzahlen-Berechnung mit ML-Validierung
  • Prädiktive Liquiditäts- und Risikomodelle mit intelligenten Frühwarnsystemen
  • KI-optimierte Liquiditätspuffersteuerung und dynamische Risikoallokation
  • Intelligente Stresstesting-Plattformen mit automatisierter Szenariogenerierung

Machine Learning-basierte Governance und Compliance-Frameworks

Wir entwickeln intelligente Governance-Architekturen, die CRR-2-Compliance mit operativer Exzellenz und strategischen Vorteilen verbinden.

  • KI-gestützte Governance-Systeme mit automatisierten Entscheidungsprozessen
  • Machine Learning-basierte Compliance-Überwachung mit Real-time-Monitoring
  • Intelligente Risikomanagement-Plattformen mit prädiktiven Analytics
  • KI-optimierte Integration von Governance in strategische Unternehmensplanung

Vollautomatisierte regulatorische Berichterstattung und Datenmanagement

Unsere KI-Plattformen automatisieren alle CRR-2-Meldeprozesse und gewährleisten höchste Datenqualität und Compliance-Sicherheit.

  • Vollautomatisierte CRR-2-Meldungen mit KI-basierter Qualitätskontrolle
  • Machine Learning-gestützte Datenvalidierung und intelligente Anomalieerkennung
  • Intelligente Datenmanagement-Plattformen mit nahtloser Real-time-Integration
  • KI-optimierte Management-Dashboards mit prädiktiven Compliance-Insights

KI-gestütztes Change Management und nachhaltige Organisationsentwicklung

Wir begleiten Sie bei der intelligenten Transformation Ihrer Organisation und dem Aufbau nachhaltiger KI-Compliance-Kapazitäten für langfristigen Erfolg.

  • KI-optimierte Change Management-Strategien für CRR-2-Transformation
  • Aufbau interner KI-Expertise und digitaler Kompetenzzentren
  • Maßgeschneiderte Schulungsprogramme für KI-gestützte Compliance
  • Kontinuierliche KI-basierte Optimierung und adaptive Unterstützung

Unsere Kompetenzen im Bereich CRR/CRD - Capital Requirements Regulation & Directive

Wählen Sie den passenden Bereich für Ihre Anforderungen

CRD Advanced Approach

Der fortgeschrittene IRB-Ansatz (Advanced IRBA) ermöglicht Instituten, sämtliche Risikoparameter — Ausfallwahrscheinlichkeit (PD), Verlustquote bei Ausfall (LGD), Forderungshöhe bei Ausfall (EAD) und Kreditkonversionsfaktoren (CCF) — mit eigenen Modellen zu schätzen. ADVISORI begleitet Sie von der Modellentwicklung über die BaFin-Zulassungsprüfung bis zur laufenden Validierung — für eine risikosensitive Eigenkapitalsteuerung nach CRR III.

CRD Buffer Requirements

Die kombinierte Kapitalpufferanforderung nach §10i KWG definiert, wie Kapitalerhaltungspuffer, antizyklischer Puffer, Systemrisikopuffer und G-SII/O-SII-Puffer zusammenwirken. ADVISORI berät Finanzinstitute bei Buffer Stacking, Ausschüttungsbeschränkungen, MDA-Berechnung und Kapitalerhaltungsplanung – für vollständige Compliance mit dem CRD-Pufferrahmen.

CRD Capital Adequacy

Kapitalad�quanzanforderungen unter der CRD umfassen die Gesamtkapitalanforderung aus Süule-1-Minimum, SREP-Kapitalzuschlag (P2R), kombiniertem Kapitalpuffer und Eigenmittelzielkennziffer (P2G). Wir unterstützen Banken bei der aufsichtlichen Kapitalquantifizierung, der Vorbereitung auf CRD VI-änderungen und der Integration von ESG-Risiken in die Kapitalad�quanzbeurteilung.

CRD Compliance

Die Eigenkapitalrichtlinie (CRD VI) stellt verschürfte Anforderungen an Governance, Fit-and-Proper-Prüfungen und ESG-Risikomanagement. CRD-Compliance bedeutet mehr als Regelerf�llung — sie erfordert durchgüngige Prozesse von der Eignungsprüfung über interne Kontrollsysteme bis zur laufenden Meldepflicht an die BaFin. ADVISORI unterstützt Kreditinstitute bei der vollständigen CRD-Compliance: Gap-Analyse, Governance-Framework-Design und aufsichtsrechtliche Dokumentation.

CRD Conservation Buffer

Der CRD Kapitalerhaltungspuffer gemäß Art. 129 CRD V/VI verpflichtet EU-Kreditinstitute zur Vorhaltung von 2,5 % hartem Kernkapital (CET1) über den Mindestanforderungen. §10c KWG setzt diese EU-Vorgabe in deutsches Recht um. Bei Unterschreitung greift die MDA-Berechnung (Maximum Distributable Amount) mit automatischen Ausschüttungsbeschr�nkungen für Dividenden, Boni und AT1-Kupons. ADVISORI berüt bei der strategischen Puffersteuerung, CRD-VI-Umsetzung und regulatorischen Kapitalplanung.

CRD Corporate Governance

Die Capital Requirements Directive (CRD) definiert umfassende Governance-Anforderungen für Kreditinstitute in der EU — von Fit-and-Proper-Beurteilungen über Leitungsorganstruktur bis zur Vergütungspolitik. Mit CRD VI kommen ESG-Governance und erweiterte Aufsichtsratspflichten hinzu. ADVISORI unterstützt Sie bei der vollständigen Umsetzung aller CRD-Governance-Anforderungen, der Vorbereitung auf Eignungsbeurteilungen und der Etablierung robuster Internal-Governance-Strukturen nach EBA-Leitlinien.

CRD Countercyclical Buffer

Der antizyklische Kapitalpuffer gemäß Art. 130 CRD (Richtlinie 2013/36/EU) verpflichtet Kreditinstitute, einen institutsspezifischen Puffer als gewichteten Durchschnitt der nationalen CCyB-Quoten vorzuhalten. Die Berechnung nach Art. 140 CRD berücksichtigt die geografische Verteilung der Kreditrisikopositionen. ADVISORI unterstützt Sie bei der CRD-konformen Pufferberechnung, ESRB-Reziprozitätsanforderungen und der Umsetzung der CRD-VI-änderungen ab Januar 2026.

CRD Credit Risk

Ganzheitliche Beratung zur Umsetzung des CRD-Kreditrisikorahmens: vom neuen Kreditrisikostandardansatz (KSA) über Output-Floor-Berechnungen bis zu ECAI-Sorgfaltspflichten. Wir unterstützen Ihr Institut bei der regelkonformen Implementierung der CRR-III-Eigenmittelanforderungen und der strategischen Optimierung Ihrer Risikogewichtung.

CRD Directive

Die Capital Requirements Directive (CRD) ist die zentrale EU-Richtlinie für Bankenaufsicht, Governance und Zulassung von Kreditinstituten. Von CRD IV über CRD V bis zur aktuellen CRD VI definiert sie die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen, die jeder EU-Mitgliedstaat in nationales Recht umsetzen muss — in Deutschland über das Kreditwesengesetz (KWG). ADVISORI begleitet Banken und Finanzinstitute seit über 14 Jahren bei der Umsetzung aller CRD-Anforderungen.

CRD EBA

Die European Banking Authority (EBA) konkretisiert die CRD durch verbindliche Leitlinien zu interner Governance, Vergütungspolitik, Eignungsprüfungen und ESG-Risikomanagement. Mit der CRD-VI-Umsetzung bis Januar 2026 und der Überarbeitung der Governance-Leitlinien (EBA/CP/2025/20) stehen Banken vor umfassenden Anpassungen. ADVISORI unterstützt bei der strukturierten Umsetzung aller EBA-Anforderungen — von der Gap-Analyse über die MaRisk-Kompatibilitätsprüfung bis zum Aufsichtsdialog.

CRD Fit and Proper

Fit and Proper stellt sicher, dass Geschäftsleiter (§25c KWG), Aufsichtsräte (§25d KWG) und Schlüsselfunktionsträger die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Sachkunde, Zuverlässigkeit und zeitliche Verfügbarkeit erfüllen. Mit dem BaFin-Rundschreiben 11/2025 und den neuen EBA/ESMA-Leitlinien steigen die Anforderungen an die Eignungsbeurteilung – insbesondere zur Mandatsbegrenzung, AML/CFT-Kompetenz und Nachfolgeplanung. ADVISORI unterstützt Sie bei der systematischen Umsetzung aller Fit-and-Proper-Anforderungen.

CRD Governance

Die CRD definiert verbindliche Anforderungen an die interne Governance von Kreditinstituten – vom Drei-Linien-Modell über interne Kontrollsysteme bis zur unabhängigen Compliance-Funktion. Mit den neuen EBA-Leitlinien (EBA/CP/2025/20) und CRD VI verschürfen sich die Anforderungen an Risikomanagement-Governance, Kontrollfunktionen und organisatorische Strukturen erheblich. ADVISORI unterstützt Sie bei der Gap-Analyse, Implementierung und laufenden Überwachung Ihres internen Governance-Frameworks nach EBA-Standards.

CRD IV

Die Richtlinie 2013/36/EU (CRD IV) bildet gemeinsam mit der CRR das regulatorische Fundament der EU-Bankenaufsicht nach Basel III. Wir unterstützen Finanzinstitute bei der vollständigen Umsetzung der Governance-, SREP- und Säule-2-Anforderungen – von der Gap-Analyse bis zur aufsichtskonformen Implementierung.

CRD IV Deutsch

Die deutsche Umsetzung der Capital Requirements Directive IV stellt über das KWG und die MaRisk spezifische Anforderungen an Governance, Risikomanagement und die BaFin-Interaktion von Kreditinstituten. Wir begleiten Banken bei der vollständigen CRD-IV-Compliance in Deutschland — von der Gap-Analyse über die SREP-Vorbereitung bis zur Implementierung konformer Vergütungs- und Governance-Strukturen.

CRD Internal Models

Der Einsatz interner Modelle zur Berechnung risikogewichteter Aktiva erfordert die aufsichtliche Genehmigung durch EZB und BaFin. Wir begleiten Ihr Institut durch das gesamte IRB-Zulassungsverfahren — von der Modellentwicklung über die Validierung nach dem Überarbeiteten EZB-Leitfaden 2025 bis zur erfolgreichen Genehmigung. Mit unserer Expertise navigieren Sie die verschürften CRD-VI-Anforderungen, den Output Floor und die Einschr�nkungen bei internen Modellen souver�n.

CRD Kreditinstitut

Die Capital Requirements Directive (CRD VI) stellt Kreditinstitute vor umfassende Anforderungen an Governance, Zulassung und Aufsicht. Wir unterstützen Banken bei der strategischen Umsetzung aller CRD-Anforderungen — von Fit & Proper-Bewertungen über interne Governance-Strukturen bis zur Aufsichtsinteraktion. Unsere RegTech-Lösungen machen Ihre CRD-Compliance effizient und nachhaltig.

CRD Leverage Ratio

Die Leverage Ratio ist eine nicht-risikobasierte Verschuldungsquote nach CRR Art. 429, die das Tier-1-Kernkapital ins Verhältnis zur Gesamtrisikoposition setzt. Mit einer verbindlichen Mindestanforderung von 3 % seit Juni 2021 begrenzt sie den Verschuldungsgrad von Banken. ADVISORI unterstützt Finanzinstitute bei der Leverage Ratio-Berechnung, EBA-konformen Meldung und strategischen Bilanzoptimierung.

CRD Liquidity

Die CRD definiert verbindliche Liquiditätsanforderungen für EU-Banken — von der Liquidity Coverage Ratio (LCR) über die Net Stable Funding Ratio (NSFR) bis zum internen Liquiditätsrisikomanagement. ADVISORI unterstützt Finanzinstitute bei der regulatorischen Umsetzung, Liquiditätssteuerung und dem Aufbau belastbarer Stresstesting-Frameworks.

CRD Liquidity Coverage Ratio

Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) verpflichtet Kreditinstitute, jederzeit genügend hochliquide Aktiva (HQLA) vorzuhalten, um Nettomittelabflüsse in einem 30-Tage-Stressszenario abzudecken. Die Mindestquote beträgt 100 %. Seit der Umsetzung von Basel III in europäisches Recht über CRR/CRD regelt die EU-Delegierte Verordnung 2015/61 die Details zu HQLA-Kategorien, Zu- und Abflussraten sowie Meldepflichten. ADVISORI unterstützt Banken bei der regelkonformen LCR-Berechnung, HQLA-Optimierung und dem aufsichtlichen Meldewesen.

CRD Market Discipline

CRD Market Discipline schafft durch Pillar 3-Offenlegungsanforderungen Transparenz und Vertrauen zwischen Finanzinstituten und Stakeholdern. Als führende KI-Beratung entwickeln wir maßgeschneiderte RegTech-Lösungen für automatisierte Disclosure-Prozesse, intelligente Risikokommunikation und strategische Transparenzoptimierung mit vollständigem IP-Schutz.

Häufig gestellte Fragen zur CRR-2

Was regelt die CRR II (Verordnung 2019/876) konkret?

Die CRR II (Verordnung (EU) 2019/876) ändert die Capital Requirements Regulation (CRR, Verordnung 575/2013) und setzt zentrale Basel-III-Reformen in EU-Recht um. Sie führt die verbindliche Net Stable Funding Ratio (NSFR) mit einer Mindestquote von

100 % ein, ersetzt die bisherige Marktwertmethode durch den Standardansatz für das Gegenparteiausfallrisiko (SA-CCR), etabliert FRTB-Meldepflichten für Marktrisiken, macht die Leverage Ratio von

3 % verbindlich und führt MREL/TLAC-Anforderungen für abwicklungsf�hige Institute ein. Die wesentlichen Bestimmungen gelten seit dem 28. Juni 2021.

Wie funktioniert die NSFR nach CRR II?

Die Net Stable Funding Ratio (NSFR) ist in den Artikeln 428a bis 428ai der CRR II geregelt. Sie verlangt, dass verfügbare stabile Refinanzierung (ASF) mindestens

100 % der erforderlichen stabilen Refinanzierung (RSF) betr�gt. Damit begrenzt die NSFR die Fristentransformation und stellt sicher, dass langfristige Aktiva durch langfristige Passiva gedeckt sind. Für kleine, nicht-komplexe Institute (SNCI gemäß Art.

4 Abs.

1 Nr. 145) gibt es die vereinfachte sNSFR als proportionale Alternative. Die NSFR ist seit dem 28. Juni

2021 verbindlich.

Was ist der SA-CCR und warum ersetzt er die Marktwertmethode?

Der Standardansatz für das Gegenparteiausfallrisiko (SA-CCR, Art. 274§

280 CRR II) ersetzt die bisherige Marktwertmethode und den Standardansatz (Originalrisikomethode) für die Berechnung des Exposure-at-Default (EAD) bei Derivaten. SA-CCR berücksichtigt Netting-Vereinbarungen und Sicherheiten genauer, differenziert nach Anlageklassen (Zins, Kredit, Aktien, Rohstoffe, Devisen) und erfasst das Risikoprofil besser als die Vorgüngermethoden. Für kleinere Institute mit geringem Derivategeschäft besteht die Option des vereinfachten SA-CCR.

Was bedeuten die FRTB-Meldepflichten der CRR II?

Die CRR II führt mit Art. 430b Meldepflichten nach dem Fundamental Review of the Trading Book (FRTB) ein. Institute müssen die neuen Marktrisiko-Berechnungen parallel zu den bestehenden Methoden melden. Der FRTB unterscheidet strenger zwischen Handels- und Anlagebuch (Art. 104a�104c), führt den Sensitivitätsansatz als neuen Standardansatz ein und Überarbeitet den internen Modellansatz (IMA). Die FRTB-Meldepflichten gelten seit dem 1. Januar

2023 und bereiten die künftige Eigenmittelunterlegung nach CRR III vor.

Welche MREL/TLAC-Anforderungen bringt die CRR II?

Die CRR II verankert in Art. 92a und 92b die TLAC-Anforderungen (Total Loss-Absorbing Capacity) für global systemrelevante Institute (G-SII). Diese müssen mindestens

18 % der risikogewichteten Aktiva und 6,

75 % der Gesamtrisikopositionsmessgröße (Leverage Ratio Exposure) an berücksichtigungsf�higen Verbindlichkeiten vorhalten. Ergünzend setzt die BRRD II (Richtlinie 2019/879) die MREL-Anforderungen für alle abwicklungsrelevanten Institute um. Ziel ist die Sicherstellung der Verlustabsorptions- und Rekapitalisierungsf�higkeit im Abwicklungsfall.

Was bedeutet Proportionalität für kleine Institute unter CRR II?

Die CRR II führt mit Art.

4 Abs.

1 Nr.

145 erstmals die Kategorie der kleinen, nicht-komplexen Institute (Small and Non-Complex Institutions, SNCI) ein. SNCI profitieren von proportionalen Erleichterungen: vereinfachte NSFR (sNSFR), reduzierte Offenlegungspflichten (Art. 433a§433c), vereinfachte Vergütungsanforderungen und entfallende FRTB-Meldepflichten bei geringem Handelsbestand. Die SNCI-Kriterien umfassen unter anderem eine Bilanzsumme unter

5 Mrd. EUR und das Fehlen interner Modellansötze.

Wie unterscheidet sich die CRR II von der CRR III?

Die CRR II (Verordnung 2019/876) setzt prim�r Basel-III-Reformen um: verbindliche NSFR, SA-CCR, Leverage Ratio und MREL/TLAC. Die CRR III (Verordnung 2024/1623, Anwendung ab Januar 2025) implementiert darüber hinaus die verbleibenden Basel-III-Finalreformen ("Basel IV"): Output Floor von 72,

5 %, Überarbeiteter Kreditrisiko-Standardansatz (KSA), neuer Standardansatz für operationelle Risiken, FRTB als Eigenmittelunterlegung (nicht nur Meldung) und erweiterte ESG-Offenlegung. Die CRR III baut direkt auf dem Rahmen der CRR II auf.

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