Präzise technische Dokumentation für EU AI Act-Compliance

EU AI Act Technical Documentation

Die EU AI Act stellt hohe Anforderungen an die technische Dokumentation von Hochrisiko-KI-Systemen.

  • 01Vollständige EU AI Act-konforme technische Dokumentation
  • 02Systematische Erfassung aller relevanten Systemparameter
  • 03Integrierte Prozesse für kontinuierliche Dokumentationspflege
  • 04Prüfungssichere Archivierung und Versionskontrolle
11+Jahre Erfahrung
120+Mitarbeitende
540+Projekte
ISO 27001zertifiziert

EU AI Act Technical Documentation

Die technische Dokumentation stellt einen zentralen Compliance-Baustein der EU AI Act dar und muss umfassende Informationen über Design, Entwicklung, Funktionsweise und Leistung von Hochrisiko-KI-Systemen enthalten. Sie dient als primäres Kommunikationsinstrument gegenüber Aufsichtsbehörden und ist essentiell für die Konformitätsbewertung.

Wir bieten umfassende Unterstützung bei der Erstellung, Strukturierung und Verwaltung EU AI Act-konformer technischer Dokumentation. Unser Ansatz kombiniert regulatorische Expertise mit bewährten Dokumentationsmethoden.

2 Leistungsbausteine

Leistungsumfang

01

Dokumentationsanalyse und Framework-Design

Umfassende Bewertung bestehender Dokumentationspraktiken und Entwicklung maßgeschneiderter Dokumentationsframeworks nach EU AI Act-Standards.

  • Systematische Analyse bestehender technischer Dokumentation
  • Gap-Assessment gegen EU AI Act-Anforderungen
  • Design strukturierter Dokumentationsframeworks und -templates
  • Entwicklung von Qualitätssicherungs- und Reviewprozessen
02

Dokumentationserstellung und -implementation

Professionelle Erstellung vollständiger technischer Dokumentation und Implementierung nachhaltiger Dokumentationsprozesse für kontinuierliche Compliance.

  • Erstellung vollständiger EU AI Act-konformer technischer Dokumentation
  • Implementierung automatisierter Dokumentationsworkflows
  • Aufbau von Versionskontroll- und Archivierungssystemen
  • Integration in bestehende Entwicklungs- und QM-Prozesse

5 Phasen

Unser Vorgehen

Wir entwickeln mit Ihnen systematische, compliance-konforme Dokumentationsprozesse, die nahtlos in Ihre bestehenden Entwicklungsworkflows integriert werden.

  1. Umfassende Analyse Ihrer KI-Systeme und bestehenden Dokumentationspraktiken

  2. Design eines strukturierten Dokumentationsframeworks nach EU AI Act-Standards

  3. Schrittweise Implementierung mit kontinuierlicher Qualitätskontrolle

  4. Integration in bestehende Entwicklungs- und Qualitätsmanagementsysteme

  5. Aufbau nachhaltiger Dokumentationskompetenzen im Team

Asan Stefanski

Ansprechpartner

Asan Stefanski

Head of Digital Transformation

11+ Jahre Erfahrung, Studium Angewandte Informatik, Strategische Planung und Leitung von KI-Projekten, Cyber Security, Secure Software Development, AI

Präzise technische Dokumentation ist das Fundament vertrauensvoller KI. Sie macht komplexe Systeme nachvollziehbar, ermöglicht systematische Qualitätskontrolle und schafft die Transparenz, die für regulatorische Compliance und Stakeholder-Vertrauen erforderlich ist.
Expertenmeinung von ADVISORI

Unsere Expertise

  • 01Tiefgreifende Kenntnisse der EU AI Act-Dokumentationsanforderungen
  • 02Erfahrung in der Entwicklung standardisierter Dokumentationsframeworks
  • 03Expertise in technischer Kommunikation und regulatorischer Compliance
  • 04Bewährte Methoden für effiziente Dokumentationsprozesse

Regulatorischer Hinweis

Die technische Dokumentation muss während des gesamten Lebenszyklus des KI-Systems aktuell gehalten werden und auf Anfrage den Aufsichtsbehörden zur Verfügung gestellt werden können. Eine proaktive, systematische Dokumentation ist für erfolgreiche Compliance unerlässlich.

7 FRAGEN, KURZ BEANTWORTET

Häufig gestellte Fragen zu EU AI Act Technical Documentation

Welche neun Abschnitte verlangt Anhang IV des AI Act für die technische Dokumentation?

Anhang IV der EU-KI-Verordnung (VO 2024/1689) definiert neun Pflichtabschnitte: (1) Allgemeine Beschreibung des KI-Systems mit Zweckbestimmung, Anbieterangaben und Versionierung, (2) detaillierte Beschreibung der Systemelemente einschließlich Algorithmen, Modellarchitektur und Designentscheidungen, (3) Informationen zu Entwicklungsprozess und Rechenressourcen, (4) Daten-Governance mit Beschreibung von Trainings-, Validierungs- und Testdaten, (5) Überwachung, Funktionsweise und Kontrolle mit Leistungsmetriken, (6) Risikomanagement nach Art. 9, (7) Dokumentation von Änderungen über den Lebenszyklus, (8) angewandte harmonisierte Normen oder gemeinsame Spezifikationen, (9) EU-Konformitätserklärung und Post-Market-Monitoring-Plan. Für KMU und Start-ups sieht Art. 11 Abs. 2 eine vereinfachte Darstellung vor.

Wie unterscheidet sich die technische Dokumentation nach Art. 11 von den allgemeinen Dokumentationsanforderungen des AI Act?

Art. 11 regelt spezifisch die technische Dokumentation für Hochrisiko-KI-Systeme und verweist auf Anhang IV mit den konkreten Inhalten zu Systemarchitektur, Trainingsdaten und Leistungsmetriken. Die allgemeinen Dokumentationsanforderungen umfassen zusätzlich das Qualitätsmanagementsystem nach Art. 17, Protokollierungspflichten nach Art. 12, Betreiberaufzeichnungen nach Art. 26 und die Aufbewahrungspflicht von zehn Jahren nach Art. 18. Die technische Dokumentation nach Anhang IV ist dabei das Kernstück, auf dem die Konformitätsbewertung nach Art. 43 aufbaut.

Welche Angaben zu Trainingsdaten und Daten-Governance verlangt Anhang IV?

Anhang IV verlangt eine umfassende Beschreibung der Daten-Governance: Datenerhebungsmethoden, Herkunft und Umfang der Trainings-, Validierungs- und Testdatensätze, Vorverarbeitungsschritte einschließlich Annotation und Labeling, Verfahren zur Erkennung und Minderung von Verzerrungen (Bias), Datenschutzmaßnahmen sowie eine Bewertung der Datenverfügbarkeit und -eignung. Zusätzlich müssen Rechenressourcen, verwendete Hardware und die Trainingsdauer dokumentiert werden. Diese Transparenz ermöglicht der Marktüberwachungsbehörde eine Nachvollziehbarkeit der Modellentwicklung.

Wie werden Leistungsmetriken und Genauigkeitsangaben in der technischen Dokumentation erfasst?

Die technische Dokumentation muss nach Anhang IV Abschnitt 5 die Genauigkeit, Robustheit und Cybersicherheit des KI-Systems mit konkreten Metriken belegen. Dazu gehören: Genauigkeitsmetriken für die vorgesehene Zweckbestimmung, bekannte und vorhersehbare Fehlerquoten, vorhersehbare unbeabsichtigte Ergebnisse und Risikoquellen, Maßnahmen zur menschlichen Aufsicht nach Art. 14 sowie Angaben zur Leistung bei spezifischen Personengruppen, soweit das System für diese bestimmt ist. Test- und Validierungsergebnisse müssen nachvollziehbar dokumentiert und regelmäßig aktualisiert werden.

Welche Fristen gelten für die technische Dokumentation und welche Bußgelder drohen?

Die Dokumentationspflichten nach Art. 11 gelten ab dem 2. Dezember 2027 für Hochrisiko-KI-Systeme nach Anhang III und ab dem 2. August 2028 für KI in regulierten Produkten nach Anhang I. Bereits im Einsatz befindliche Systeme unterliegen den Pflichten bei wesentlichen Änderungen. Bei Verstößen drohen nach Art. 99 Abs. 4 Bußgelder bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Bei schwerwiegenden Verstößen nach Art. 99 Abs. 3 sogar bis 35 Millionen Euro oder 7 Prozent. Die Dokumentation muss zehn Jahre aufbewahrt werden.

Wie lässt sich Anhang IV in bestehende MLOps-Pipelines und Entwicklungsprozesse integrieren?

Die technische Dokumentation sollte als integraler Bestandteil des Entwicklungsprozesses aufgebaut werden: Modellkarten und Experimentierprotokolle werden automatisiert aus MLOps-Pipelines generiert, Versionskontrollsysteme protokollieren Änderungen an Modellarchitektur und Hyperparametern, Testberichte und Validierungsergebnisse werden direkt aus CI/CD-Pipelines exportiert, und die Risikobewertung nach Art. 9 wird als lebendiges Dokument bei jeder Modelliteration aktualisiert. So entsteht die Dokumentation mit minimalem Mehraufwand und bleibt stets aktuell.

Was muss die Systemarchitektur-Dokumentation nach Anhang IV konkret enthalten?

Der Abschnitt zur Systemarchitektur in Anhang IV erfordert: eine detaillierte Beschreibung der Systemelemente und ihrer Beziehungen, die verwendeten Algorithmen und Modellarchitektur mit Begründung der Designentscheidungen, die Interaktion mit Hardware und Software einschließlich anderer KI-Systeme, Angaben zu Softwareversionen und Firmware, alle Formen, in denen das System in Verkehr gebracht wird (z.B. als Software-Paket oder in Hardware integriert), sowie Anforderungen an die Recheninfrastruktur. Diese Dokumentation dient als Grundlage für die Konformitätsbewertung und muss nachvollziehbar für die Marktüberwachungsbehörde sein.

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