Integration des Risikomanagements in die Auslagerungsgovernance

Risikomanagement-Integration: Auslagerungsrisiken nahtlos einbinden

ADVISORI verbindet Auslagerungsrisiken mit Ihrem unternehmensweiten Risikomanagement: gemeinsame Risikotaxonomie, nachvollziehbare Bewertungen, verantwortliche Risikoeigner und entscheidungsfähiges Management-Reporting.

  • 01Frühzeitige Identifikation und Steuerung von Auslagerungsrisiken
  • 02Nachvollziehbare Zuordnung der jeweils geltenden Anforderungen
  • 03Transparenz über Risiken in der gesamten Auslagerungsgovernance
  • 04Stärkung der Kontrolle über ausgelagerte Aktivitäten
11+Jahre Erfahrung
120+Mitarbeitende
540+Projekte
ISO 27001zertifiziert

Risikomanagementintegration

Wenn Einkauf, Auslagerungsmanagement und Risikocontrolling unterschiedliche Bewertungen führen, bleibt das Gesamtrisiko schwer erkennbar. Wir ordnen Dienstleister, betroffene Geschäftsprozesse, Kontrollen und Restrisiken einem gemeinsamen Risikomodell zu. Der Schwerpunkt liegt auf der Integration in bestehende ERM-Prozesse: Bewertungsskalen, Freigaben, Risikoakzeptanz und Berichtswege. Eine einzelne Anbieterprüfung oder Vertragsverhandlung ersetzt diese Verbindung nicht.

Als Arbeitsergebnisse vereinbaren wir eine Zuordnung zur ERM-Taxonomie, eine Bewertungsmatrix mit Beispielszenarien, ein Rollen- und Eskalationsmodell sowie eine Berichtsvorlage mit Maßnahmenverfolgung. Ein Pilot prüft, ob Fachbereich und Risikocontrolling denselben Sachverhalt konsistent bewerten und offene Risiken mit einer dokumentierten Entscheidung behandeln.

2 Leistungsbausteine

Was wir für Sie übernehmen

Einzeln buchbar oder als durchgängiges Programm.

01

Entwicklung von Risikobewertungsmodellen

Wir entwickeln maßgeschneiderte Modelle zur Identifikation, Bewertung und Klassifizierung von Auslagerungsrisiken.

  • Entwicklung multidimensionaler Risikobewertungsmodelle
  • Integration relevanter Risikodimensionen
  • Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen
  • Erstellung von Risikobewertungsmethoden und -tools
02

Integration in Auslagerungsprozesse

Wir gestalten die Integration von Risikomanagementprozessen in den gesamten Auslagerungslebenszyklus.

  • Prozessintegration vom Sourcing bis zum Exit-Management
  • Definition von Schnittstellen und Übergabepunkten
  • Einbindung in Entscheidungsprozesse
  • Integration in bestehende Governance-Strukturen

5 Phasen

Unser Vorgehen

Wir verfolgen einen pragmatischen und gleichzeitig umfassenden Ansatz zur Integration des Risikomanagements in Ihre Auslagerungsgovernance.

  1. Analyse der Ist-Situation und Identifikation von Verbesserungspotenzialen

  2. Entwicklung eines integrierten Risikomanagementkonzepts für Auslagerungen

  3. Definition von Prozessen, Methoden und Verantwortlichkeiten

  4. Implementation von Kontrollen und Monitoring-Mechanismen

  5. Schulung der Mitarbeiter und Unterstützung bei der Umsetzung

Sarah Richter

Ansprechpartner

Sarah Richter

Head of Informationssicherheit, Cyber Security

10+ Jahre Erfahrung, CISA, CISM, Lead Auditor, DORA, NIS2, BCM, Cyber- und Informationssicherheit

Die Integration des Risikomanagements in die Auslagerungsgovernance ist entscheidend für ein proaktives und ganzheitliches Management von Auslagerungsrisiken. Durch unseren strukturierten Ansatz verbinden wir regulatorische Anforderungen mit praktischer Umsetzbarkeit und schaffen so ein robustes, aber gleichzeitig anwendbares Framework für unsere Kunden.

Unsere Stärken

  • 01Umfassende Expertise im Risikomanagement und in der Auslagerungsgovernance
  • 02Praxiserprobte Methoden und Tools für die Risikobewertung und -steuerung
  • 03Branchenspezifisches Know-how und Verständnis regulatorischer Anforderungen
  • 04Pragmatischer Ansatz mit Fokus auf praktische Umsetzbarkeit

Expertentipp

Beginnen Sie mit einem konkreten Auslagerungsverhältnis. Verknüpfen Sie einen relevanten Ausfallszenario-Eintrag mit Prozess, Risikoeigner, Kontrollnachweis und Eskalationsentscheidung. Erst wenn diese Kette nachvollziehbar funktioniert, übertragen Sie das Modell auf das Portfolio.

7 FRAGEN, KURZ BEANTWORTET

Häufig gestellte Fragen zu Risikomanagementintegration

Was bedeutet Risikomanagement-Integration bei Auslagerungen?

Risikomanagement-Integration verbindet die Bewertung einzelner Auslagerungen mit dem unternehmensweiten Risikomanagement. Dafür werden Dienstleisterrisiken einer gemeinsamen Taxonomie zugeordnet, mit vergleichbaren Skalen bewertet und mit Geschäftsprozessen, Kontrollen und Risikoeignern verknüpft. Ergebnis ist eine Entscheidungsgrundlage für das Gesamtportfolio. Die Dienstleisterauswahl untersucht dagegen vor allem die Eignung eines konkreten Anbieters; das Governance-Framework legt übergreifende Regeln und Gremien fest. Diese Seite behandelt die methodische und operative Verbindung zum ERM.

Welche MaRisk-Anforderungen gelten fuer das Risikomanagement bei Auslagerungen?

MaRisk AT 9 im BaFin-Rundschreiben 06/2026 (BA) vom 30. Juni 2026 betrifft Auslagerungen in seinem Anwendungsbereich. IKT-Dienstleistungen nach Artikel 3 Nummer 21 DORA, die unter Artikel 28 bis 30 DORA fallen, sind davon ausgenommen. Die Zuordnung muss daher vor einer Anforderungsliste geklärt werden. Quelle: MaRisk AT 9, Fassung vom 30. Juni 2026. Im Projekt dokumentieren wir die begründete Einordnung je Leistungsbeziehung und kennzeichnen offene Fragen für die zuständige Compliance- oder Rechtsfunktion.

Wie wirkt sich DORA auf das Risikomanagement bei IT-Auslagerungen aus?

Für erfasste Finanzunternehmen ist IKT-Drittparteienrisiko nach DORA Artikel 28 Bestandteil des IKT-Risikomanagements. Das Informationsregister umfasst vertragliche Vereinbarungen über IKT-Dienstleistungen; die Behandlung richtet sich unter anderem nach Kritikalität und Verhältnismäßigkeit. Quelle: Verordnung (EU) 2022/2554, Artikel 28. Für die Integration verbinden wir Registereinträge mit Geschäftsprozessen, Risikobewertungen und Kontrollen. Die Unterstützung einer kritischen oder wichtigen Funktion ist von der aufsichtsrechtlichen Einstufung eines Anbieters als kritischer IKT-Drittdienstleister zu unterscheiden.

Wie werden Auslagerungsrisiken in das ERM-Framework integriert?

Wir beginnen mit einer Bestandsaufnahme der vorhandenen Risikokategorien, Bewertungsskalen, Register und Berichte. Danach wird je Auslagerungsrisiko ein ERM-Eintrag mit Szenario, Auswirkung, bestehenden Kontrollen, Restrisiko und verantwortlicher Person angelegt oder zugeordnet. Ein Pilotfall durchläuft Bewertung, fachliche Prüfung, Entscheidung und Maßnahmenverfolgung. Erst anschließend wird das Modell auf weitere Beziehungen übertragen. Managementberichte zeigen Konzentrationen und offene Entscheidungen; externe Meldungen werden separat anhand tatsächlich geltender Pflichten bestimmt.

Was ist das Three-Lines-of-Defense-Modell im Auslagerungsrisikomanagement?

Das Modell trennt operative Verantwortung, Überwachung und unabhängige Prüfung. Fachbereiche und Auslagerungsmanager steuern ihre Beziehungen und dokumentieren Risiken. Risikocontrolling und Compliance stellen Methodik bereit, hinterfragen Bewertungen und überwachen vereinbarte Grenzen. Die Interne Revision prüft unabhängig. Im Projekt halten wir für Bewertung, Freigabe, Risikoakzeptanz und Eskalation jeweils eine verantwortliche Rolle und eine Vertretung fest. Die konkrete Ausgestaltung muss zur Organisation passen; ein Rollendiagramm allein belegt keine wirksame Kontrolle.

Welche Key Risk Indicators (KRI) eignen sich fuer das Auslagerungs-Monitoring?

Geeignete Indikatoren hängen vom Prozess und Ausfallszenario ab. Beispiele sind wiederholte SLA-Verletzungen, überfällige Kontrollnachweise, offene kritische Maßnahmen und die Abhängigkeit mehrerer Geschäftsprozesse von demselben Anbieter. Zu jeder Kennzahl gehören Datenquelle, Berechnung, Aktualisierung, Schwellenwert und verantwortliche Person. Eine Schwellenverletzung muss eine definierte Prüfung oder Entscheidung auslösen. Fehlende Daten werden sichtbar ausgewiesen. Automatisierung ist erst sinnvoll, wenn die Datenqualität und der manuelle Eskalationsweg im Pilot funktionieren.

Wie unterstuetzt ADVISORI bei der Risikomanagement-Integration fuer Auslagerungen?

ADVISORI unterstützt bei Taxonomie-Zuordnung, Bewertungsmatrix, Rollenmodell, Eskalationswegen und Management-Reporting. Sie stellen dafür Dienstleister- und Prozessübersichten, vorhandene Risikobewertungen, Kontrollnachweise und die geltenden internen Vorgaben bereit. Gemeinsam wählen wir einen Pilotfall und prüfen die Ergebnisse mit Fachbereich und Risikocontrolling. Abnahmekriterien können vollständige Verantwortlichkeiten, nachvollziehbare Bewertungen und verfolgte Maßnahmen sein. Umfang, Zeitplan und Systemanbindung werden nach der Bestandsaufnahme vereinbart; eine aufsichtsrechtliche Freigabe oder Zertifizierung ist damit nicht zugesagt.