Präzise Risikomodellierung für optimale Kapitaleffizienz

CRR Model

CRR-Modellierung bildet das analytische Herzstück moderner Bankensteuerung und verbindet regulatorische Compliance mit strategischer Kapitaloptimierung.

  • 01Präzise RWA-Modellierung für optimale Kapitalallokation
  • 02Validierte interne Modelle für regulatorische Anerkennung
  • 03Integrierte Stresstesting-Frameworks für Krisenresilienz
  • 04Automatisierte Modellüberwachung und Performance-Tracking
11+Jahre Erfahrung
120+Mitarbeitende
540+Projekte
ISO 27001zertifiziert

Welche Anforderungen gelten für interne Modelle und den IRB-Ansatz nach CRR?

Interne Modelle nach CRR ermöglichen Kreditinstituten eine risikosensitivere Berechnung der Eigenmittelanforderungen für Kredit-, Markt- und operationelle Risiken. Der IRB-Ansatz (Art. 143-191 CRR) erlaubt eigene PD-, LGD- und EAD-Schätzungen anstelle aufsichtlicher Standardwerte. Mit CRR III sinkt der maximale Kapitalvorteil durch den Output Floor auf 27,5 % gegenüber dem Standardansatz, gleichzeitig steigen die Anforderungen an Modellvalidierung, Input Floors und parallele KSA-Berechnung.

Unsere Beratungsleistungen für interne Modelle nach CRR decken den gesamten Lebenszyklus ab, von der strategischen Planung über Zulassung bis zur laufenden Optimierung.

6 Leistungsbausteine

Leistungsumfang

01

RWA-Modellentwicklung und Kreditrisikomodellierung

Wir entwickeln präzise RWA-Modelle für alle Kreditrisikokategorien und implementieren fortschrittliche Ansätze zur Optimierung der Kapitalanforderungen unter Basel III.

  • Entwicklung von PD-, LGD- und EAD-Modellen für alle Portfoliosegmente
  • Implementierung fortschrittlicher IRB-Ansätze und Standardansatz-Optimierung
  • Kalibrierung und Validierung von Risikoparametern mit robusten statistischen Methoden
  • Entwicklung von Portfoliomodellen und Korrelationsstrukturen
02

Marktrisiko- und operationelle Risikomodellierung

Wir implementieren umfassende Modelle für Marktrisiko und operationelles Risiko, die regulatorische Anforderungen erfüllen und strategische Risikosteuerung ermöglichen.

  • Value-at-Risk-Modelle und Expected Shortfall-Berechnungen für Marktrisiko
  • Entwicklung von AMA-Modellen für operationelles Risiko
  • Implementierung von Stresstesting-Frameworks für alle Risikoarten
  • Integration von Klimarisiko und ESG-Faktoren in Risikomodelle
03

Modellvalidierung und regulatorische Anerkennung

Wir führen umfassende Modellvalidierungen durch und begleiten den gesamten Prozess der regulatorischen Anerkennung für interne Modelle.

  • Unabhängige Modellvalidierung nach regulatorischen Standards
  • Backtesting und Out-of-Sample-Testing für Modellperformance-Bewertung
  • Erstellung regulatorischer Dokumentation und Antragsunterlagen
  • Begleitung des Genehmigungsverfahrens und Aufsichtsdialogs
04

Stresstesting und Szenarioanalyse

Wir entwickeln robuste Stresstesting-Frameworks, die regulatorische Anforderungen erfüllen und strategische Planungsunterstützung bieten.

  • Entwicklung von ICAAP- und ILAAP-konformen Stresstesting-Modellen
  • Implementierung von EBA-Stresstests und aufsichtlichen Szenarios
  • Reverse-Stresstesting und Identifikation kritischer Schwellenwerte
  • Integration von Stresstesting in strategische Kapital- und Geschäftsplanung
05

Modellrisikomanagement und Governance

Wir implementieren umfassende Modellrisikomanagement-Frameworks und etablieren robuste Governance-Strukturen für nachhaltige Modellqualität.

  • Aufbau von Modellrisikomanagement-Frameworks und Governance-Strukturen
  • Implementierung von Modellüberwachung und kontinuierlicher Validierung
  • Entwicklung von Modell-Inventaren und Risikobewertungsprozessen
  • Schulung und Kompetenzaufbau für interne Modellrisikomanagement-Teams
06

Technologieintegration und Automatisierung

Wir implementieren moderne Technologielösungen für effiziente Modellierung, automatisierte Berechnungen und integrierte Risikosteuerung.

  • Implementierung moderner Modellierungs- und Berechnungsplattformen
  • Automatisierung von Modellberechnungen und Validierungsprozessen
  • Integration von Machine Learning und KI in Risikomodelle
  • Entwicklung von Real-Time-Monitoring und Alert-Systemen

5 Phasen

Unser Ansatz für CRR-Modellzulassung und -optimierung

Wir verbinden regulatorisches Fachwissen mit quantitativer Modellierungskompetenz, um interne Modelle zu entwickeln, die sowohl aufsichtliche Zulassung als auch wirtschaftliche Optimierung erreichen.

  1. Portfolioanalyse und Wirtschaftlichkeitsbewertung

    IRBA vs. KSA je Forderungsklasse unter Output-Floor-Bedingungen

  2. Entwicklung und Kalibrierung von PD-, LGD- und EAD-Modellen gemäß Art

    143-191 CRR

  3. Unabhängige Modellvalidierung mit Trennschärfe-, Kalibrierungs- und Stabilitätstests

  4. Vorbereitung und Begleitung des BaFin/EZB-Zulassungsverfahrens mit prüfungssicherer Dokumentation

  5. FRTB-Implementierung

    Trading-Desk-Analyse, PLA-Test und IMA-Strategieentwicklung

Ansprechpartner

Melanie Düring

Head of Risikomanagement

Präzise CRR-Modellierung ist der Schlüssel zu intelligenter Kapitalsteuerung und nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit. Unsere Erfahrung zeigt, dass Institute mit wissenschaftlich fundierten, regulatorisch anerkannten Modellen nicht nur bessere Compliance-Ergebnisse erzielen, sondern auch signifikante Effizienzgewinne und strategische Vorteile realisieren.
Expertenmeinung von ADVISORI

Warum ADVISORI für CRR-Modellberatung?

  • 01Nachgewiesene Erfahrung in der IRB-Zulassung bei BaFin und EZB mit prüfungssicherer Dokumentation
  • 02Quantitative Modellierungskompetenz für PD-, LGD-, EAD- und Marktrisiko-Modelle
  • 03Tiefgreifendes Verständnis der CRR-III-Änderungen einschließlich Output Floor, Input Floors und FRTB
  • 04Ganzheitlicher Ansatz: Von der Portfolioanalyse über Modellentwicklung bis zur aufsichtlichen Genehmigung

Output Floor ab 2025

Seit Januar 2025 müssen IRBA-Banken den Output Floor einhalten: Die internen RWA dürfen nicht unter 50 % der KSA-RWA fallen, stufenweise steigend auf 72,5 % bis 2030. Eine parallele KSA-Berechnung ist verpflichtend.

7 FRAGEN, KURZ BEANTWORTET

Häufig gestellte Fragen zu CRR Model

Welche Voraussetzungen gelten für die IRB-Zulassung nach CRR?

Die Zulassung zum auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRBA) erfordert einen formalen Antrag bei der BaFin gemäß Art. 143 CRR. Institute müssen nachweisen, dass ihre internen Ratingsysteme die Anforderungen der Art. 143 bis 191 CRR vollständig erfüllen. Dazu gehören robuste PD-Schätzungen (Probability of Default) für den Basis-IRB-Ansatz sowie zusätzlich eigene LGD- und EAD-Schätzungen beim fortgeschrittenen IRBA.

Zentrale Anforderungen umfassen eine mindestens dreijährige Verwendung des Ratingsystems vor Antragstellung, vollständige Dokumentation der Modellmethodik, unabhängige Validierungsprozesse und angemessene Datenqualität. Die BaFin prüft im Rahmen einer Eignungsprüfung, ob alle Mindestanforderungen an Datenhistorie, Trennschärfe, Kalibrierung und Governance erfüllt sind. Auch wesentliche Modelländerungen oder Erweiterungen des Anwendungsbereichs benötigen eine gesonderte Genehmigung.

ADVISORI begleitet Kreditinstitute durch den gesamten Zulassungsprozess, von der Modellentwicklung über die Dokumentation bis zur Kommunikation mit der Aufsicht.

Wie unterscheiden sich Basis-IRB und fortgeschrittener IRB-Ansatz bei der Kreditrisikomessung?

Beim Basis-IRB-Ansatz (Foundation IRB, F-IRBA) schätzt das Institut ausschließlich die Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) mit eigenen Modellen. Für die Verlustquote bei Ausfall (LGD), die Forderungshöhe bei Ausfall (EAD) und den Konversionsfaktor (CCF) werden aufsichtlich vorgegebene Standardwerte verwendet.

Beim fortgeschrittenen IRB-Ansatz (Advanced IRB, A-IRBA) schätzt das Institut zusätzlich LGD, EAD und CCF mit eigenen internen Modellen. Dies erfordert umfangreichere Datenhistorien, differenziertere Validierungsprozesse und eine stärkere Modell-Governance. Unter CRR III wird der Anwendungsbereich des A-IRBA eingeschränkt: Für Forderungen an Finanzinstitute und große Unternehmen mit einem konsolidierten Jahresumsatz über 500 Mio. Euro ist nur noch der F-IRBA zulässig. Zusätzlich gelten Input Floors für PD (mindestens 0,05 %), LGD und CCF, die verhindern, dass Modellschätzungen zu niedrige Werte liefern.

Die Wahl des Ansatzes hat direkte Auswirkungen auf die Höhe der risikogewichteten Aktiva (RWA) und damit auf die Kapitalanforderungen.

Was bedeutet der Output Floor für Banken mit internen Modellen?

Der Output Floor nach Art. 92a CRR III begrenzt den Kapitalvorteil, den Banken durch interne Modelle gegenüber dem Kreditrisiko-Standardansatz (KSA) erzielen können. Ab 2025 dürfen die nach internen Modellen berechneten risikogewichteten Aktiva (RWA) nicht unter einen bestimmten Prozentsatz der nach KSA berechneten RWA fallen.

Die Einführung erfolgt stufenweise: 50 % ab Januar 2025, jährlich steigend um 5 Prozentpunkte bis 72,5 % im Jahr 2030. Dies bedeutet, dass IRBA-Banken parallel zum internen Modell auch eine vollständige KSA-Berechnung vorhalten müssen. Institute, deren IRB-Modelle bisher deutliche Kapitalvorteile gegenüber dem Standardansatz erzielten, müssen mit höheren Eigenmittelanforderungen rechnen.

Banken sollten frühzeitig eine portfoliospezifische Auswirkungsanalyse durchführen, um zu bewerten, welche Forderungsklassen weiterhin wirtschaftlich sinnvoll im IRBA verbleiben und wo ein Wechsel zum KSA vorteilhafter ist.

Welche CRR-Anforderungen gelten für interne Modelle im Marktrisiko (IMA/FRTB)?

Mit der Umsetzung des Fundamental Review of the Trading Book (FRTB) durch CRR III werden die Anforderungen an interne Marktrisiko-Modelle (Internal Model Approach, IMA) grundlegend überarbeitet. Der bisherige Value-at-Risk-Ansatz wird durch den Expected Shortfall als zentrale Risikomaßzahl ersetzt.

Institute, die den IMA nutzen möchten, müssen eine Zulassung auf Ebene einzelner Trading Desks beantragen. Jeder Desk muss einen Profit-and-Loss-Attribution-Test (PLA) und einen Backtesting-Test bestehen. Desks, die diese Tests nicht bestehen, fallen automatisch in den Standardansatz (SA-TB) zurück. Die Kapitalanforderung unter FRTB-IMA setzt sich zusammen aus Expected Shortfall, einer Stressed Expected Shortfall-Komponente und einem Default Risk Charge.

Die Zulassungshürde ist deutlich gestiegen, weshalb viele Institute prüfen, ob der Wechsel zum Standardansatz für bestimmte Desks wirtschaftlich sinnvoller ist. ADVISORI unterstützt bei der Desk-Level-Analyse und der strategischen FRTB-Implementierung.

Wie werden PD-, LGD- und EAD-Modelle unter CRR III validiert?

Die Validierung von PD-, LGD- und EAD-Modellen unter CRR III folgt einem strukturierten Rahmenwerk, das die Art. 174 bis 191 CRR sowie die EBA-Leitlinien zur Modellvalidierung berücksichtigt. Die unabhängige Validierung muss mindestens jährlich erfolgen und alle Modellkomponenten abdecken.

Für PD-Modelle umfasst die Validierung Trennschärfe-Analysen (Gini-Koeffizient, Accuracy Ratio), Kalibrierungstests und Stabilitätsanalysen über verschiedene Zeiträume. LGD-Modelle werden auf Basis realisierter Verlustquoten gegen geschätzte Werte geprüft, wobei sowohl Downturn-LGD als auch langfristige Durchschnitte validiert werden. EAD-Modelle und CCF-Schätzungen werden durch Vergleich der tatsächlichen Inanspruchnahme bei Ausfall mit den Modellprognosen überprüft.

Unter CRR III gelten zusätzlich neue Input Floors (PD mindestens 0,05 %, LGD mindestens 25 % für unbesicherte Unternehmensforderungen), die sicherstellen, dass Modellschätzungen einen regulatorischen Mindestwert nicht unterschreiten. Die Validierung muss dokumentieren, dass diese Floors korrekt angewendet werden.

Welche Auswirkungen hat CRR III auf die Wirtschaftlichkeit interner Modelle?

CRR III verändert die Kosten-Nutzen-Rechnung interner Modelle grundlegend. Durch den Output Floor (72,5 % der KSA-RWA) sinkt der maximale Kapitalvorteil des IRBA gegenüber dem Standardansatz auf 27,5 %. Gleichzeitig bleiben die Kosten für Modellentwicklung, Validierung, Governance und IT-Infrastruktur bestehen.

Institute müssen portfoliospezifisch bewerten, ob der verbleibende Kapitalvorteil die Kosten der Modellpflege rechtfertigt. Analysen zeigen, dass insbesondere für mittelgroße Banken mit Bilanzsummen zwischen 5 und 30 Mrd. Euro eine selektive IRBA-Anwendung auf bestimmte Forderungsklassen wirtschaftlich sinnvoller sein kann als eine flächendeckende Nutzung.

Faktoren für die Bewertung umfassen: die aktuelle Differenz zwischen IRB- und KSA-RWA je Portfolio, die Kosten für parallele KSA-Berechnung (Output-Floor-Anforderung), regulatorische Änderungsfrequenz und den strategischen Wert granularer Risikodaten für die interne Steuerung. ADVISORI führt detaillierte Wirtschaftlichkeitsanalysen durch und entwickelt optimale Modellstrategien unter CRR III.

Wie unterstützt ADVISORI bei der Umsetzung von CRR-Modellanforderungen?

ADVISORI begleitet Kreditinstitute bei allen Aspekten der CRR-Modellimplementierung und -optimierung. Unser Leistungsspektrum umfasst die strategische Modellplanung, die quantitative Modellentwicklung, die Vorbereitung auf die aufsichtliche Zulassungsprüfung und die laufende Modellpflege.

Im Bereich IRB-Zulassung unterstützen wir bei der Entwicklung und Kalibrierung von PD-, LGD- und EAD-Modellen, der Erstellung prüfungssicherer Dokumentation und der Kommunikation mit BaFin und EZB. Für den Output Floor führen wir portfoliospezifische Auswirkungsanalysen durch und entwickeln optimale Strategien für die Kombination von IRBA und KSA.

Bei der FRTB-Umsetzung analysieren wir die Wirtschaftlichkeit des IMA je Trading Desk und begleiten die Implementierung von PLA-Test und Backtesting-Infrastruktur. Unsere Modellvalidierungsteams führen unabhängige Prüfungen gemäß EBA-Leitlinien durch und identifizieren Optimierungspotenziale. Durch regelmäßige regulatorische Updates halten wir die Modelle unserer Mandanten stets auf dem aktuellen Stand der Anforderungen.