Datengestützte Entscheidungsgrundlage für optimale Kapitaleffizienz unter CRR3

FRTB-Ansatzwahl: Standardansatz vs. Internal Models Approach

Unsere spezialisierte Beratung unterstützt Sie bei der strategischen Entscheidung zwischen dem FRTB-Standardansatz (A-SA) und dem Internal Models Approach (A-IMA).

  • 01Fundierte Entscheidungsgrundlage durch quantitative und qualitative Analyse
  • 02Optimierung der Kapitalanforderungen durch strategische Methodenwahl
  • 03Detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse beider Ansätze
  • 04Maßgeschneiderte Implementierungsstrategie für Ihren gewählten Ansatz
11+Jahre Erfahrung
120+Mitarbeitende
540+Projekte
ISO 27001zertifiziert

FRTB Standardansatz vs. Internal Models Approach, Welcher Ansatz passt zu Ihrem Institut?

Die Wahl zwischen dem FRTB-Standardansatz (A-SA) und dem Internal Models Approach (A-IMA) entscheidet über Ihre künftigen Kapitalanforderungen für Marktrisiken. Je nach Portfoliostruktur kann der Unterschied 30 bis 50% betragen. Unsere Beratung liefert eine datengestützte Entscheidungsgrundlage mit quantitativer Kapitalauswirkungsanalyse, Eligibility-Prüfung und Hybrid-Strategie-Entwicklung.

Unsere Beratungsleistung zur FRTB-Methodenauswahl umfasst eine detaillierte Analyse Ihrer spezifischen Situation, die Quantifizierung der Kapitalauswirkungen beider Ansätze und die Entwicklung einer maßgeschneiderten Implementierungsstrategie. Wir unterstützen Sie bei der praktischen Umsetzung und stellen sicher, dass Ihr gewählter Ansatz sowohl regulatorisch konform als auch kapitaleffizient ist.

2 Leistungsbausteine

Leistungsumfang

01

FRTB-Methodenanalyse und Entscheidungsunterstützung

Wir analysieren Ihre spezifische Situation und die Kapitalauswirkungen beider FRTB-Ansätze, bewerten die operativen Anforderungen und entwickeln eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Auswahl des optimalen Ansatzes für Ihr Institut.

  • Detaillierte Analyse Ihrer Handelsaktivitäten und Risikopositionen
  • Quantifizierung der Kapitalanforderungen unter SA und IMA
  • Bewertung der operativen Anforderungen und Implementierungskosten
  • Entwicklung einer fundierten Entscheidungsgrundlage
02

Implementierung und Optimierung des gewählten FRTB-Ansatzes

Nach der Entscheidung für einen Ansatz unterstützen wir Sie bei der praktischen Umsetzung und Optimierung. Wir entwickeln eine maßgeschneiderte Implementierungsstrategie, begleiten die Umsetzung und stellen sicher, dass der gewählte Ansatz optimal auf Ihre spezifische Situation abgestimmt ist.

  • Entwicklung einer maßgeschneiderten Implementierungsstrategie
  • Optimierung Ihrer Trading-Desk-Struktur für den gewählten Ansatz
  • Unterstützung bei der technischen und prozessualen Umsetzung
  • Begleitung der Modellzulassung bei Wahl des IMA

5 Phasen

Unser Vorgehen

Wir verfolgen einen strukturierten und bewährten Ansatz für die Evaluierung und Implementierung des optimalen FRTB-Ansatzes für Ihr Institut.

  1. Analyse der aktuellen Handelsaktivitäten und Risikopositionen

  2. Quantifizierung der Kapitalanforderungen unter verschiedenen Szenarien

  3. Bewertung der operativen Anforderungen und Implementierungskosten

  4. Entwicklung einer optimalen Implementierungsstrategie

  5. Unterstützung bei der praktischen Umsetzung und Validierung

Ansprechpartner

Melanie Düring

Head of Risikomanagement

Unsere Stärken

  • 01Tiefgreifende Expertise in beiden FRTB-Ansätzen und deren praktischer Umsetzung
  • 02Proprietäre Methodik zur Quantifizierung der Kapitalauswirkungen verschiedener Implementierungsszenarien
  • 03Umfangreiche Erfahrung in der Optimierung von Trading-Desk-Strukturen unter FRTB
  • 04Kombination aus regulatorischem Know-how, Risikomanagement-Expertise und praktischer Implementierungserfahrung

Expertentipp

Eine durchdachte Hybrid-Strategie, bei der bestimmte Trading Desks für den IMA und andere für den SA vorgesehen werden, kann die Kapitalanforderungen um bis zu 25% reduzieren im Vergleich zu einer uniformen Anwendung des Standardansatzes.

7 FRAGEN, KURZ BEANTWORTET

Häufig gestellte Fragen zu FRTB Auswahl: Standard Approach vs. Internal Models

Worin unterscheiden sich FRTB-Standardansatz und Internal Models Approach bei den Kapitalanforderungen?

Der FRTB-Standardansatz (A-SA) verwendet regulatorisch festgelegte Risikogewichte und Korrelationsparameter über sieben Risikoklassen. Die Kapitalanforderung ergibt sich aus der Summe von sensitivitätsbasierter Methode (SbM), Default Risk Charge (DRC) und Residual Risk Add-On (RRAO). Der Internal Models Approach (A-IMA) berechnet die Kapitalanforderung auf Basis des Expected Shortfall mit institutsinternen Modellen und berücksichtigt individuelle Liquiditätshorizonte je Risikofaktor. Hinzu kommen die Stressed Expected Shortfall-Komponente und eine separate DRC-Berechnung. In der Praxis kann der IMA bei diversifizierten Portfolios 30 bis 50 % geringere Kapitalanforderungen liefern, allerdings nur für Desks, die den P&L-Attribution-Test und das Backtesting bestehen.

Welche Voraussetzungen müssen Trading Desks für die IMA-Zulassung erfüllen?

Jeder Trading Desk, der den IMA nutzen möchte, muss zwei quantitative Tests laufend bestehen: Erstens den P&L-Attribution-Test (PLAT), der die Übereinstimmung zwischen hypothetischer und tatsächlicher Gewinn- und Verlustrechnung auf Desk-Ebene prüft. Zweitens das Backtesting, bei dem maximal vier Ausreißer in zwölf Monaten erlaubt sind (Traffic-Light-Ansatz). Darüber hinaus muss der Desk über ausreichend modellierbare Risikofaktoren (MRF) verfügen, nicht modellierbare Risikofaktoren (NMRF) erhalten einen separaten Kapitalzuschlag über den Stressed Expected Shortfall. Außerdem sind eine vollständige Modell-Dokumentation, eine unabhängige Validierungsfunktion und die Genehmigung der nationalen Aufsichtsbehörde erforderlich.

Wann lohnt sich eine Hybrid-Strategie mit SA und IMA für verschiedene Desks?

Eine Hybrid-Strategie ist sinnvoll, wenn ein Institut sowohl Desks mit komplexen, diversifizierten Portfolios als auch Desks mit einfacheren Produkten betreibt. Desks mit hoher Diversifikation und liquiden Risikofaktoren profitieren vom IMA durch niedrigere Kapitalanforderungen. Desks mit vielen nicht modellierbaren Risikofaktoren (NMRF) oder geringem Handelsvolumen fahren unter dem Standardansatz besser, da der NMRF-Aufschlag die IMA-Vorteile aufheben kann. Die Entscheidung erfordert eine desk-spezifische Kapitalauswirkungsanalyse, die sowohl die direkten Kapitalkosten als auch die laufenden Implementierungs- und Validierungskosten je Ansatz gegenüberstellt.

Welche Rolle spielt der sensitivitätsbasierte Ansatz (SbM) im FRTB-Standardansatz?

Die sensitivitätsbasierte Methode (SbM) ist die Kernkomponente des FRTB-Standardansatzes. Sie ersetzt den bisherigen vereinfachten Standardansatz durch eine risikoempfindlichere Berechnung. Dabei werden Positionen anhand ihrer Delta-, Vega- und Curvature-Sensitivitäten bewertet und über regulatorisch definierte Korrelationsmatrizen innerhalb und zwischen Risikoklassen (Zins, Kredit, Aktien, Rohstoffe, Devisen, Basisrisiken) aggregiert. Drei Korrelationsszenarien (niedrig, mittel, hoch) werden berechnet und der höchste Wert angesetzt. Zusätzlich kommen die Default Risk Charge für Ausfallrisiken und der Residual Risk Add-On für nicht standardisierbare Risiken hinzu.

Wie wirkt sich die FRTB-Ansatzwahl auf Implementierungskosten und Zeitplan aus?

Der Standardansatz erfordert geringere Anfangsinvestitionen: Die Hauptkosten liegen in der Anpassung der Berechnungssysteme für SbM, DRC und RRAO sowie in der Datenbereitstellung für die sieben Risikoklassen. Typischer Zeitrahmen: 12 bis 18 Monate. Der IMA benötigt erheblich höhere Investitionen in Risikomodellierung, Expected-Shortfall-Infrastruktur, NMRF-Berechnung, P&L-Attribution-Systeme und eine unabhängige Validierungsfunktion. Hinzu kommt das aufsichtliche Zulassungsverfahren, das weitere 6 bis 12 Monate dauern kann. Gesamtrahmen: 18 bis 36 Monate. Die laufenden Betriebskosten für den IMA übersteigen die des SA um ein Vielfaches, müssen aber gegen die Kapitaleinsparungen aufgerechnet werden.

Was ändert sich durch CRR3 an der FRTB-Umsetzung in der EU ab 2027?

Die CRR3 setzt FRTB ab dem 1. Januar 2027 in der EU verbindlich um. Wesentliche Neuerungen: Der SA wird zur Pflichtberechnung für alle Institute und dient gleichzeitig als Kapitaluntergrenze (Output Floor) für IMA-Nutzer. Die EU hat gegenüber dem Baseler Standard einige Anpassungen vorgenommen, etwa bei der Behandlung bestimmter Anleihestrukturen und beim Residual Risk Add-On. Die BaFin und EBA entwickeln technische Standards (RTS) zur Detailausgestaltung. Institute sollten die Umsetzung nicht auf den letzten Moment verschieben, da parallele Berichterstattung unter altem und neuem Regime erwartet wird.

Wie unterstützt ADVISORI bei der FRTB-Ansatzentscheidung und Implementierung?

ADVISORI begleitet Finanzinstitute durch den gesamten Entscheidungs- und Umsetzungsprozess. In der Analysephase quantifizieren wir die Kapitalauswirkungen beider Ansätze auf Trading-Desk-Ebene und identifizieren die optimale SA/IMA-Zuordnung. Bei der Implementierung unterstützen wir mit Gap-Analysen, Prozessdesign, Systemanpassung und der Vorbereitung der Modellzulassung. Unsere Erfahrung aus mehreren FRTB-Projekten bei Universalbanken und Wertpapierhäusern ermöglicht praxiserprobte Lösungen für typische Herausforderungen wie NMRF-Behandlung, Desk-Restrukturierung und parallele Berichterstattung.