Präzise Scope-Bestimmung für DORA-Compliance

DORA Anwendungsbereich: Welche Unternehmen fallen unter DORA?

Der DORA-Anwendungsbereich umfasst 20 Arten von Finanzunternehmen, von Kreditinstituten und Versicherern bis hin zu Krypto-Dienstleistern und IKT-Drittanbietern.

  • 01Vollständige Erfassung aller DORA-relevanten Entitäten und Services
  • 02Systematische Drittanbieter-Klassifizierung und Risikobewertung
  • 03Grenzüberschreitende Compliance-Mapping für Konzernstrukturen
  • 04Kontinuierliche Scope-Überwachung und Anpassung
11+Jahre Erfahrung
120+Mitarbeitende
540+Projekte
ISO 27001zertifiziert

DORA Anwendungsbereich verstehen und umsetzen

Der Digital Operational Resilience Act (DORA) definiert einen spezifischen Anwendungsbereich, der verschiedene Kategorien von Finanzinstituten und deren Drittanbieter umfasst. Eine präzise Scope-Bestimmung ist entscheidend für die Entwicklung einer effektiven Compliance-Strategie und die Vermeidung regulatorischer Risiken.

Wir bieten umfassende Unterstützung bei der Bestimmung und Verwaltung des DORA-Anwendungsbereichs. Unser systematischer Ansatz gewährleistet eine vollständige Erfassung aller relevanten Entitäten und Services sowie eine effiziente Umsetzung der entsprechenden Compliance-Anforderungen.

6 Leistungsbausteine

Leistungsumfang

01

DORA Scope Assessment und Entitätsklassifizierung

Systematische Analyse und Klassifizierung aller Entitäten innerhalb Ihrer Organisation zur Bestimmung der DORA-Anwendbarkeit und spezifischen Anforderungen.

  • Detaillierte Analyse der Organisationsstruktur und Geschäftstätigkeiten
  • Klassifizierung nach DORA-Entitätskategorien und Schwellenwerten
  • Bewertung spezifischer Anforderungen für jede identifizierte Entität
  • Dokumentation und Begründung der Scope-Entscheidungen
02

Drittanbieter-Impact-Analyse und kritische Service-Identifikation

Umfassende Bewertung Ihres Drittanbieter-Ökosystems zur Identifikation kritischer IKT-Services und deren DORA-Implikationen.

  • Vollständige Erfassung und Kategorisierung aller IKT-Drittanbieter
  • Bewertung der Kritikalität von Services und Abhängigkeiten
  • Analyse der DORA-Compliance-Anforderungen für kritische Drittanbieter
  • Entwicklung von Drittanbieter-Management-Strategien
03

Grenzüberschreitende Compliance-Mapping

Spezialisierte Analyse für internationale Konzernstrukturen zur Bestimmung der DORA-Anwendbarkeit in verschiedenen Jurisdiktionen.

  • Analyse der Konzernstruktur und grenzüberschreitenden Aktivitäten
  • Bewertung der DORA-Anwendbarkeit für Tochtergesellschaften und Zweigstellen
  • Koordination mit lokalen regulatorischen Anforderungen
  • Entwicklung konzernweiter Compliance-Strategien
04

Scope-Management-Framework-Entwicklung

Aufbau robuster Governance-Strukturen und Prozesse für die kontinuierliche Verwaltung und Überwachung des DORA-Anwendungsbereichs.

  • Design von Scope-Governance-Strukturen und Verantwortlichkeiten
  • Entwicklung von Dokumentations- und Reporting-Standards
  • Implementierung von Change-Management-Prozessen
  • Integration in bestehende Risikomanagement-Frameworks
05

Kontinuierliche Scope-Überwachung und Updates

Etablierung systematischer Monitoring-Prozesse zur Gewährleistung der kontinuierlichen Aktualität und Vollständigkeit Ihrer DORA-Scope-Bestimmung.

  • Implementierung automatisierter Monitoring-Systeme
  • Regelmäßige Scope-Reviews und Aktualisierungen
  • Tracking regulatorischer Entwicklungen und deren Auswirkungen
  • Proaktive Anpassung bei Geschäfts- oder Strukturveränderungen
06

DORA-Readiness-Assessment und Gap-Analyse

Umfassende Bewertung Ihrer aktuellen Compliance-Position und Identifikation spezifischer Handlungsfelder basierend auf Ihrem individuellen DORA-Scope.

  • Scope-spezifische Readiness-Bewertung und Maturity-Assessment
  • Identifikation und Priorisierung von Compliance-Gaps
  • Entwicklung maßgeschneiderter Umsetzungsroadmaps
  • Kosten-Nutzen-Analyse verschiedener Compliance-Ansätze

5 Phasen

Unser systematischer Ansatz

Wir entwickeln mit Ihnen eine maßgeschneiderte Strategie zur präzisen Bestimmung und kontinuierlichen Verwaltung Ihres DORA-Anwendungsbereichs.

  1. Umfassende Analyse Ihrer Organisationsstruktur und Geschäftstätigkeiten

  2. Systematische Identifikation und Klassifizierung aller DORA-relevanten Entitäten

  3. Detaillierte Drittanbieter-Analyse und kritische Service-Bewertung

  4. Entwicklung von Dokumentations- und Governance-Strukturen

  5. Implementierung kontinuierlicher Monitoring- und Update-Prozesse

Sarah Richter

Ansprechpartner

Sarah Richter

Head of Informationssicherheit, Cyber Security

10+ Jahre Erfahrung, CISA, CISM, Lead Auditor, DORA, NIS2, BCM, Cyber- und Informationssicherheit

Eine präzise DORA-Scope-Bestimmung ist das Fundament jeder erfolgreichen Compliance-Strategie. Unsere systematische Herangehensweise gewährleistet, dass alle relevanten Entitäten und Abhängigkeiten erfasst werden, während gleichzeitig praktikable und effiziente Umsetzungswege entwickelt werden.
Expertenmeinung von ADVISORI

Unsere Expertise

  • 01Tiefgreifende Kenntnis der DORA-Regulierung und deren praktische Anwendung
  • 02Bewährte Methoden zur systematischen Scope-Analyse und Entitätsklassifizierung
  • 03Erfahrung mit komplexen internationalen Finanzdienstleistungsstrukturen
  • 04Pragmatische Lösungsansätze für effiziente und nachhaltige Compliance-Umsetzung

Expertentipp

Eine unvollständige oder fehlerhafte Scope-Bestimmung kann zu erheblichen Compliance-Lücken führen. Besonders bei komplexen Konzernstrukturen und umfangreichen Drittanbieter-Ökosystemen ist eine systematische, dokumentierte Herangehensweise unerlässlich.

5 FRAGEN, KURZ BEANTWORTET

Häufig gestellte Fragen zu DORA Anwendungsbereich (Scope)

Für welche Unternehmen gilt DORA?

DORA erfasst nahezu alle regulierten Finanzunternehmen in der EU: Kreditinstitute, Wertpapierfirmen, Versicherungen, Zahlungs- und E-Geld-Institute, Krypto-Dienstleister und weitere in Art. 2 abschließend aufgezählte Kategorien. Zusätzlich fallen kritische IKT-Drittanbieter, die diese Unternehmen beliefern, unter die direkte EU-Aufsicht. Wer im Einzelfall betroffen ist, sollte anhand der eigenen Zulassungsart konkret geprüft werden, da die Liste sehr granular ist.

Gibt es Ausnahmen oder Erleichterungen für kleinere Finanzunternehmen?

Ja, DORA sieht ein Proportionalitätsprinzip vor: Kleine und nicht komplexe Unternehmen können vereinfachte Anforderungen an bestimmte Elemente des IKT-Risikomanagements erfüllen. Das betrifft vor allem den Umfang und die Frequenz mancher Dokumentations- und Testpflichten, nicht aber die grundsätzliche Pflicht zur Umsetzung, eine vollständige Befreiung von DORA gibt es für regulierte Finanzunternehmen nicht.

Fallen auch IKT-Drittanbieter selbst unter den DORA-Anwendungsbereich?

Direkt reguliert werden nur als kritisch eingestufte IKT-Drittanbieter, die von der EU-Aufsicht (ESAs) benannt werden, für sie gelten eigene, direkte Aufsichtspflichten. Alle übrigen IKT-Drittanbieter fallen nicht direkt unter DORA, sind aber indirekt betroffen, da ihre Finanzunternehmens-Kunden vertragliche Anforderungen aus Art. 28‑30 an sie weiterreichen müssen.

Wie wird der Anwendungsbereich für Konzerne mit regulierten und nicht-regulierten Einheiten bestimmt?

DORA gilt grundsätzlich pro rechtlich eigenständiger, regulierter Einheit, nicht automatisch für den gesamten Konzern. Nicht-regulierte Konzerngesellschaften fallen nur dann unter DORA, wenn sie selbst eine erfasste Finanzdienstleistung erbringen oder als konzerninterner IKT-Dienstleister für regulierte Einheiten tätig sind, dann greifen die Drittanbieteranforderungen konzernintern.

Was passiert, wenn ein Unternehmen erst im Laufe des Jahres in den Anwendungsbereich fällt?

DORA sieht keine automatische Übergangsfrist für neu hinzukommende Unternehmen vor, etwa durch Lizenzerwerb oder Wachstum über einen Schwellenwert. In der Praxis sollte die Umsetzung parallel zum Lizenzierungs- oder Zulassungsprozess vorbereitet werden, da die Aufsichtsbehörde in der Regel erwartet, dass die Anforderungen ab dem Zeitpunkt der Erfassung erfüllt sind, nicht erst nach einer Schonfrist.